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Rodenberg Noch immer keine Entscheidung für Bürgergarten in Rodenberg
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Noch immer keine Entscheidung für Bürgergarten in Rodenberg
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17:20 09.10.2019
Ob auf der Fläche nahe des Heimatmuseums ein Bürgergarten entsteht, ist noch nicht endgültig entschieden. Quelle: isa
Rodenberg

Eine Ehrenrunde hat die Idee eines Bürgergartens nahe des Heimatmuseums im Rodenberger Bauausschuss gedreht. Nachdem die Politik dem Vorschlag im September nur mit einem „Ja, aber...“ zustimmen konnten, wurde auch nun wieder Kritik geübt.

Ideengeber Martin Schellhaus sprach von einem „Bürgergarten light“. Wie der Verwaltungsmitarbeiter erklärte, sollen die Kosten 18 000 Euro betragen, zwei Drittel würden aus dem Förderprogramm Stadtgrün einfließen – die Stadt müsste als noch 6000 Euro zahlen. Ein Bürgergarten ist auch Teil des Rahmenplans zum Bürgerpark. Das beauftragte Planungsbüro peilte 155 000 Euro dafür an, wofür es ebenfalls Fördermittel geben würde. Die Planer haben aber wohlbemerkt ein insgesamt deutlich größeres und aufwendiger gestaltetes Areal im Auge.

Verantwortung für Garten nicht geklärt

Schellhaus bezeichnet seine Idee als einen Modellversuch für den „großen Bürgergarten“. Die Landfrauen hätten bereits Interesse signalisiert, an dem Projekt mitzuwirken. Auch Schulen und Kindertagesstätten könnten angesprochen werden. „Wir sollen so mutig sein, die 6000 Euro zu investieren“, appellierte er an die Ausschussmitglieder. 

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„Ich habe das Gefühl, das Pferd wird von hinten aufgezäumt“, sagte Renate Volk (SPD). Es habe noch keiner fest zugesagt, dass er sich kümmern werde. Auch seien die einzelnen Aufgaben, und wer schließlich die Verantwortung dafür übernimmt, nicht abgesteckt. „Aber das ist ausschlaggebend“, befand Volk. Der parteilose Stephan Lotz stimmte zu. Die Engagierten könnten auch die Lust verlieren, wenn sie sich kümmern, aber andere „die Möhrchen ernten“.

Traum von Freunden des Bürgergartens

Aus Schellhaus Sicht, beißt sich die Katze hier in den eigenen Schwanz. Wenn Mitwirkende zusammengetrommelt werden, die Umsetzung aber erst Jahre später erfolgt, könnten sie das Interesse verlieren. Das finanzielle Risiko sei überschaubar. „Man muss es den Leuten erst mal anbieten“, sagte Schellhaus. Ein „Traum“ wäre es, wenn sich ein Verein oder eine Gruppierung „Freunde des Bürgergartens“ finden würden.

Patricia Reinecke (RI) schlug sich auf seine Seite. Das Projekt solle erst angestoßen werden, währenddessen könnten Engagierte gefunden werden. Anja Niedenzu (SPD) schlug vor, zu einem runden Tisch einzuladen. Die Grundidee finde sie gut, dennoch sorge auch sie sich um die Themen Pflege und Co.
Eine Beschlussfassung gab es nicht, schließlich besteht bereits ein positives Votum zu dieser Angelegenheit. Grundsätzliche Zustimmung fand allerdings der Vorschlag, einen Aufruf zu starten. Wer sich beteiligen möchte, kann sich an Schellhaus wenden unter Telefon (0 57 23) 7 05 - 24 oder per E-Mail an m.schellhaus@rodenberg.de. von Andrea Göttling

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