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Rodenberg Riesenhaus mit Restaurant
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Riesenhaus mit Restaurant
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00:18 26.11.2017
Das frühere Hotel Stockholm. Quelle: gus
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Rodenberg

Planer Jukka Heymann vom Planungsbüro Klindtworth& Klindtworth erläuterte den Politikern und den zahlreich erschienenen Zuhörern, wie Wohnungen für Senioren gemeinsam mit öffentlichen Komponenten kombiniert werden sollen. In zwei Wohngruppen beispielsweise würden ältere Menschen mit unterschiedlichen Graden an Selbstständigkeit ihren Lebensabend verbringen, wodurch sie ihre „eigene Häuslichkeit“ erhielten. Dennoch soll ein Pflegeservice rund um die Uhr verfügbar sein.

Diese Form der Unterbringung unterscheide sich grundsätzlich von betreutem Wohnen. Denn es seien Kultur- und Freizeitmöglichkeiten vorgesehen, ebenso wie Gastronomie. Es soll maximal zwei Wohngruppen mit jeweils bis zu zwölf Senioren geben. Hinzu kämen 15 bis 20 Tagespflegeplätze. Einziehen könnten also auch Ehepaare, in denen nur ein Partner pflegebedürftig ist. Ferner sind 45 Mietwohnungen - nicht ausschließlich für Senioren - geplant.

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In puncto Gastronomie unterstrich Heymann die Berücksichtigung eines Saals mit 200 Sitzplätzen. Dieser könne für Tanzveranstaltungen, Kinovorführungen, Theater, Lesungen und mehr genutzt werden. Einen wichtigen Bestandteil würde das örtliche Vereinsleben bilden – dies habe Klindtworth&Klindtworth bei seinem jüngsten Projekt bereits erfolgreich so umgesetzt. Soll heißen: Vereine können dort unter anderem ihre Hauptversammlungen organisieren – wie einst im Stockholm. Den Saal und andere Räume will der Investor zum Selbstkostenpreis vermieten.

Restaurant mit 100 Plätzen

In dem fünfgeschossigen Gebäude soll sich ein öffentliches Restaurant mit 100 Plätzen und eigener Küche befinden. Dieses würde sich bewusst nach außen öffnen und auch einen Mittagstisch anbieten. Ein Teil des Restaurants wird als überdachter Außenbereich geplant. Die Bereiche Fitness und Physiotherapie können in dem Gebäude wohl nicht angesiedelt werden, weil der Platz nicht ausreicht.

Als Arbeitstitel führte Heymann „Wohnpark Rodenberg“ ins Feld. Das Gebäude soll mit einer 350 Quadratmeter großen Terrasse versehen werden, auch zwei Dachterrassen sind angedacht. Der Eingang würde ähnlich ausgerichtet wie der alte Zugang zum Stockholm. Der Saal befände sich in etwa dort, wo jetzt die Kegelbahn liegt.

Parkplätze soll es auf dem Grundstück an mehreren Stellen geben, hinzu könnte eine Tiefgarage mit 25 Plätzen kommen. Rund 50 Arbeitsplätze sollen entstehen. Die Bauzeit würde nach Heymanns Worten 17 Monate betragen – die Fertigstellung hängt somit vom Startschuss ab. Wer als Investor auftritt, konnte Heymann noch nicht preisgeben. „Kein börsennotiertes Unternehmen“, betonte er.

Einige Redner hielten das Gebäude wegen seiner Größe für fehlplatziert. Eine andere Lage ist aber nicht denkbar, sagte Stadtdirektor Georg Hudalla. Der Bauausschuss sprach sich einmütig für den Beginn der Bauleitplanung aus. gus