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Rodenberg Rodenberger Ehepaar will Ostsee im Mercury Express umrunden
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Rodenberger Ehepaar will Ostsee im Mercury Express umrunden
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15:19 14.06.2019
Wenige Stunden vor der Abfahrt sind Gregor und Andrea Brill schon im Reisefieber. Quelle: göt
Rodenberg

Am Samstag geht es los – von Hamburg über die Lofoten zum Nordkap, rund um die Ostsee über Russland, durchs Baltikum und zurück in die Hansestadt. Schon am Freitag machten sich die beiden Rodenberger im Mercury Express – so haben sie ihren Renault Kangoo getauft – auf den Weg gen Norden.

Queen-Fans brausen im Mercury-Express um die Ostsee

Der Name erklärt sich mit der Stiftung, für die das Ehepaar Geld sammelt. Jedes Team muss mindestens 750 Euro für gemeinnützige Zwecke spenden. „Wir sind große Queen- beziehungsweise Freddie Mercury-Fans, was lag da näher, als für die Mercury Phoenix Stiftung im Kampf gegen AIDS zu sammeln und als Teamnamen Mercury-Express zu wählen“, erklärte Gregor Brill.

Damit sind auch einige Titel für die Musikauswahl der nächsten Tage gesetzt. Gut kam die Idee auch bei der Stiftung an, die den Brills die Verwendung des Logos und des Namens entsprechend erfreut gestattete.

„Das ist nicht nur eine Gaudi, wir können auch etwas Gutes bewirken“, sagte Andrea Brill. Schon jetzt sei eine beachtliche vierstellige Summe zusammengekommen. Gregor Brill ist beruflich in Langenhagen tätig und hat im dortigen Wirtschaftsklub, dessen stellvertretender Vorsitzender er ist, für das Vorhaben geworben.

Lieber Wohnmobil als Pauschalurlaub

Vor einigen Jahren umrundete er bereits einen Teil der Ostsee mit dem Motorrad umrundet. So entstand die Idee. Ohnehin sind beide lieber mit dem Wohnmobil unterwegs, als Pauschalurlaub zu machen.

Auf die Suche nach einem passenden fahrbaren Untersatz hatte sich das Paar bereits im Vorjahr gemacht. Ein Budget von maximal 2500 Euro ist dafür vom Veranstalter vorgegeben. „Da bleiben nicht mehr viele Fahrzeuge übrig, denen man eine solche Tortur zumuten möchte“, scherzte Andrea Brill. Letztlich entschieden sie sich für einen Renault Kangoo. „Außen klein, innen groß und bequem, technisch okay – was wollen wir mehr“, sagte sie.

Reisefieber kurz vorm Start

Kurz vor der Abfahrt machte sich bei beiden das Reisefieber breit. Zwar sei die Rallye ein Abenteuer – „aber mit Fangnetz“, so Andrea Brill. Schließlich sind die anderen Teilnehmer nie weit, falls es mal eine Panne gibt. Übernachtet wird unterwegs im Zelt. Am Start bekommen die 280 Rallye-Teams vom Veranstalter ein Roadbook mit vielen Aufgaben ausgehändigt, die dann während der Rallye erledigt werden können, um Punkte zu sammeln, die wiederum für die Platzierung ausschlaggebend sind.

Berichte aus Vorjahren zeigen, dass lustige Aufgaben auf die Teilnehmer warten

Zur Umrundung der Ostsee war 2017 auch der Hohnhorster Thomas Schneider mit zwei Teamkollegen und seinem alten Volvo aufgebrochen. Auf 200 Kilometern ihres Wegs begleitete sie für Zusatzpunkte beispielsweise lang stinkender Fisch im Auto. Auch eine Ziege saß für ein Erinnerungsfoto kurz auf dem Beifahrersitz.

Alle Teams werden getrackt und können somit in Echtzeit verfolgt werden. Wer über die Rallye-Erlebnisse auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich auf der Internetseite www.mercury-express.de informieren. Auch Spenden können dort noch getätigt werden. Von Andrea Göttling