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Rodenberg Schellhaus bringt Abriss ins Gespräch
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Schellhaus bringt Abriss ins Gespräch
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17:06 01.10.2018
Ob das Sportheim einen Anbau bekommt oder ob ein ganz neues Haus errichtet wird, ist derzeit offen. Quelle: gus
Algesdorf

Das Sportheim war Thema im Rodenberger Ausschuss für Sport, Soziales und Heimatpflege. Der Ausschuss hatte sich das Haus zuvor angeschaut. Die Öffentlichkeit war von der Begehung ausgeschlossen.

Ausschussvorsitzende Catrin Döpke (SPD) berichtete von einer „sehr beengten Situation“ im Obergeschoss. Zudem müssten energetische Maßnahmen ergriffen werden an den Fenstern und an der Decke. Auch die Küche und die Toilette seien grenzwertig. Eine Summe von 53 000 Euro war für die Sanierung im Gespräch.

Kostenvoranschlag für Neubau gefordert

Matthias Schellhaus (Grüne) brachte daraufhin den Vorschlag ein, die Verwaltung solle einen Kostenvoranschlag für die Sanierung und Anbau sowie für Abriss und Neubau aufsetzen. Schließlich summierten sich die Maßnahmen zunehmend, denn der TSV hat abgesehen von den Sanierungen auch um einen Anbau gebeten. Gerd Grädener (WGR) folgte der Idee. Ein Anbau lohne sich nicht, außerdem werde das Gebäude dadurch zu verwinkelt.

„Das verschlägt mir ein bisschen die Sprache“, kommentierte Erhard Steege (RI). Er wolle sich nicht dagegen stellen, schließlich sei der Vorschlag durchaus sinnvoll. „Aber wann soll das mal fertig werden?“, fragte er. Seit über zwei Jahren beschäftige sich die Stadt mit dem Antrag, einen zweiten Fußballplatz zu bauen (wir berichteten). Nun steht der Neubau des Sportheims im Raum. „Der Verein braucht mal eine konkrete Aussage, auf die er sich verlassen kann“, meinte der RI-Ratsherr. Er plädierte dafür, endlich „Fakten zu schaffen“.

Döpke: Handlungsbedarf ist jetzt akut

Johannes Schwarz (WGR) erinnerte daran, dass die Dämmungsmaßnahme im Winter umgesetzt werden sollte und auch das Geld schon im Haushalt bereit steht. Auch Döpke sprach sich für die Sanierungen aus, „egal wie wir uns in Zukunft aufstellen“.

„Wir sollten kein Geld in ein Gebäude stecken, das in zwei Jahren wieder abgerissen wird“, entgegnete Stephan Lotz (parteilos). Die Zwischenzeit könnte der Verein durch Container überbrücken, schlug er vor.

„Wir haben auch so viele andere Projekte vor der Brust“, erinnerte Döpke. Sie äußerte die Befürchtung, dass in Anbetracht der Kosten für einen Neubau, womöglich doch ein Rückzieher gemacht werden könnte. „In einem Jahr stehen wir dann wieder vor der gleichen Entscheidung über die Sanierungen“, fürchtete die Ausschussvorsitzende. Der Handlungsbedarf sei jetzt akut.

Sanierungen angestoßen, Kosten für Neubau sollen trotzdem geprüft werden

Bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung empfahl der Ausschuss dem Rat schließlich, die Sanierungen zeitnah umsetzen zu lassen. Auf Nachfrage, ob er nun seinen Antrag stellen wolle, entgegnete Schellhaus: „Der Neubau ist gestorben, dann wird da eben dran gebastelt.“

Daraufhin ergriff Steege die Initiative und schlug vor, der TSV solle seine Anforderungen an ein neues Sportheim auflisten, woraufhin die Kosten ermittelt werden sollten. Für ihn schloss der erste Beschluss den anderen Antrag nicht aus – schließlich sei bei der Planung der zeitliche Faktor zu berücksichtigen. „Wir kriegen das frühestens in drei Jahren auf die Reihe“, mutmaßte er. Sechs Ja-Stimmen erntete der Antrag, lediglich Schellhaus enthielt sich bei der Abstimmung. göt