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Rodenberg So soll die Ampel an der Grover Straße gebaut werden
Schaumburg Rodenberg Rodenberg So soll die Ampel an der Grover Straße gebaut werden
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17:42 29.08.2019
Der jetzige Pattweg soll zur Ampelzufahrt ausgebaut werden, die Signalanlage führt vor dem Linksabbiegerstreifen über die K 53. Quelle: gus
RODENBERG

Die Ampel soll sich dort befinden, wo derzeit ein kleiner Pattweg die Strecke zum Kraterzoo mit dem Radweg neben der K 53 verbindet. Von Bad Nenndorf aus gesehen hinter dem Kreuzungstrichter würden die Radfahrer, nachdem sie die Signalanlage passiert haben, wie gehabt am Fahrbahnteiler die Grover Straße queren und dann mit einer roten Markierung auf die Fahrbahn geleitet.

Pattweg wird befestigt

Der Pattweg wird befestigt, um als Zufahrt dienen zu können. Ziel ist es, zu erreichen, dass möglichst viele Radler die Ampel benutzen. Laut Levin wäre es unrealistisch zu erwarten, dass Radfahrer die jetzige breite Einmündung des Kraterzoo-Wegs nutzen und wieder zurück zu der Signalanlage rollen.

Die Kosten betragen rund 125.000 Euro. Eine Menge Geld, aber nur ein Viertel der Summe, die ein Kreisverkehr an der Stelle kosten würde, so Levin. Ebenfalls im Gespräch war eine große Ampelkreuzung, die sich aber auch als unwirtschaftlich erwiesen habe. Außerdem müsste dann die breite Einmündung des Kraterzoo-Wegs als vollwertige Straße in die Kreuzung einbezogen werden.

Amselweg wird Sackgasse

Wird die Bedarfsampel entsprechend genutzt, führt das wohl aber auch dazu, dass das Radfahreraufkommen an der Grover Straße zunimmt. Daher würde der Amselweg zur Sackgasse. Dies ist eine Vorgabe der Verkehrskommission.

Ein breiterer Trichter soll an der Stelle entstehen, wo jetzt Radler von der Grover Straße aus auf den Radweg nach Bad Nenndorf einbiegen. Hans-Dieter Brand (SPD) erinnerte daran, wie alt die Forderung nach der Ampel ist. „Aber es musste ja erst etwas passieren“, spielte er auf einen tödlichen Radfahrunfall von 2018 an.

Baustart schwer vorherzusagen

Renate Volk (SPD) hatte zuvor die Hoffnung formuliert, dass die Ampel noch im Laufe dieses Schuljahres gebaut wird. Realistisch ist aber ein Baustart nach dem Sommer 2020. Levin mochte sich nicht festlegen, weil die Realisierung auch von der Bearbeitungsdauer beim Landkreis abhängt. Dort soll der Planentwurf nun nach dem positiven Beschluss eingereicht werden.

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Zuhörer schlugen während der Einwohnerfragerunde Änderungen vor. Martin Bühre meinte etwa, die Ampel wäre auf der anderen Seite der Grover Straße besser aufgehoben.

Gefahr beim Linksabbiegen?

Susann Taubert befürchtete Gefahren beim Linksabbiegen in die Grover Straße durch den Ampelbau. Die Signalanlage befinde sich zudem zu weit weg von der Kreuzung. Die Verwaltung versicherte, dass sich Polizei und Unfallkommission intensiv mit dem Thema befasst haben.

Von Guido Scholl

KOMMENTAR

Das ist die perfekte Stelle - für die Ampel

Die Ampel für die K 53 steht laut dem aktuellen Entwurf genau an der richtigen Stelle. Denn bei der Sache gilt es, zu denken wie ein Gewohnheits-Radfahrer, der stets den einfachsten und schnellsten Weg, nicht zwingend aber den sichersten wählt. Von Rodenberg aus kommend rollen die allermeisten Radler ohnehin schon auf der linken Seite der K 53, da es zuvor viele Möglichkeiten gibt, hinüber zu wechseln – sie brauchen die Ampel nicht.

Für jene Radfahrer, die aus der Grover Straße kommen, ist die gewählte Position sowieso ideal. Wichtig ist die Fahrtrichtung von Nenndorf nach Rodenberg: Stünde die Ampel von dort aus hinter der Kreuzung, würden die meisten Radler vorher schon „wild“ die Seite wechseln. Und der vorhandene Pattweg belegt, dass auch auf der Kraterzoo-Strecke viele bereits vor der breiten Einmündung auf den Radweg und dann über die K 53 fahren. gus

Guido Scholl