Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Rodenberg Solaranlage geht rechtzeitig ans Netz
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Solaranlage geht rechtzeitig ans Netz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:21 21.07.2010
Die dritte Bürgersolaranlage in der Samtgemeinde ist 30 Kilowatt stark. Foto: bab
Die dritte Bürgersolaranlage in der Samtgemeinde ist 30 Kilowatt stark. Foto: bab
Anzeige

Eine 30-kWp-Anlage (Kilowatt/Peak) haben Bürger aus der Samtgemeinde Rodenberg auf dem Dach des Hauses „Ahnefeld“ an der Suntalstraße 28 installieren lassen. Die Eigentümerin des Gebäudes, die St.-Jacobi-Kirche, hat das Dach für die neue Bürgersolaranlage zur Verfügung gestellt. Nach den Ferien sollen die Einzelheiten der Öffentlichkeit vorgestellt werden, wie Roch ankündigt.
Doch die Inbetriebnahme sei bereits erfolgt, erklärt der Diplom-Ingenieur, denn die Rodenberger haben die alten Förderrichtlinien noch ausnutzen wollen, die der Bund nun zum 1. Juli rückwirkend verändert hat. So bekommen die Anteilseigner am Deister noch 39,12 Cent pro Kilowattstunde Einspeisevergütung garantiert auf 20 Jahre.
Die Verhandlungen im Vermittlungsausschuss hatten zu dem Kompromiss geführt, dass dieser Betrag am 1. Juli und 1. Oktober in zwei Schritten um insgesamt 16 Prozent gesenkt wird. Roch rechnet damit, dass dann noch „knappe 32 Cent“ für die Kilowattstunde gezahlt werden.
Vorreiter der drei Anlagen in der Samtgemeinde Rodenberg war die Gesellschaft, die den Photovoltaikbetrieb auf dem Dach des Kindergartens am Mozartweg initiiert hatte. Die gute Nachfrage ermöglichte eine weitere Installation auf dem neu errichteten Baubetriebshof im Gewerbegebiet Pohle. Auch dort stellte wie im Mozartweg die Samtgemeinde Rodenberg die Dachflächen zur Verfügung. Mit der dritten Anlage an der Suntalstraße kommen nun noch weitere Beteiligte in den Genuss von guten Renditen.
Trotz der veränderten Rahmenbedingungen ist es nicht nur aus ökologischen Gründen weiter sinnvoll, in Photovoltaik zu investieren, auch finanziell bleibt es künftig attraktiv, denkt Roch. Die Renditen seien zwar gesunken, aber die Anlagen seien auch in der Anschaffung günstiger geworden.
Vorteilhaft für die Betreiber könne ebenfalls sein, wenn sie den selbst erzeugten Strom auch direkt selbst verbrauchen. Zum einen zahlten sie keine Gebühr für die genutzte Energie, zum anderen würden sie sogar für den selbst abgenommenen Sonnenstrom, den sie nicht ins Netz einspeisen, noch einen Förderbetrag zusätzlich erhalten. Dann könnten sie rechnerisch sogar über den 32 Cent liegen.