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Rodenberg Stockholm-Areal: Bürgerinitative hängt Protestbanner auf
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Stockholm-Areal: Bürgerinitative hängt Protestbanner auf
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17:19 12.07.2019
"Nein! Kein Hochhaus in Rodenberg" ist auf den Bannern zu lesen, von denen die Bürgerinitiative Dutzende in Rodenberg verteilen will. Quelle: göt
Rodenberg

Besonders auf Facebook sei die Gruppe sehr aktiv, erklärt BI-Sprecher Jörn Gebhardt. Zudem gebe es eine Internetseite. „Doch damit erreichen wir nicht alle“, sagte er. Die Banner sollen beim Schützenfest als Blickfang dienen.

Mehr zum Thema: Protest gegen Baupläne - Rodenberger wollen kein Hochhaus.

Wie hoch das Gebäude werden soll, wissen die Wenigsten

Angebracht werden sie an Zäunen von Privatgrundstücken. Kleinere Plakate werden zudem in Schaufenstern an der Langen Straße aufgestellt. Es herrsche in der Bevölkerung bislang kein Bewusstsein für die Höhe der Pläne, sagte Gebhardt.

Wie berichtet, wehrt sich die Gruppe nicht grundsätzlich gegen eine Bebauung. Nur sollte diese ihrer Ansicht nach nicht so hoch und massiv sein, wie die aktuellen Pläne für einen Komplex mit Seniorenwohnungen, Tagespflege und Restaurant. Dieses sieht fünf Geschosse plus Staffelgeschoss mit einem Höchstmaß von 21,50 Meter vor. Durch Schornsteine und andere untergeordnete Gebäudeteile könnten weitere 2,50 Meter aufgesattelt werden.

Mehr zum Thema: Stockholm-Nachfolge: Projekt für zwölf Millionen Euro

BI fordert Angaben über Normalnull

Unklar ist allerdings, auf welcher Niveauhöhe der Sockel des Neubaus ansetzen soll. Das Grundstück steigt an, weshalb die Straße deutlich niedriger liegt, als die Eingangstür des ehemaligen Hotel Stockholms. Die Anlieger fordern deshalb Höhenangaben über Normalnull, also das Niveau des Meeresspiegels.

Auch solle „endlich“ mit konkreten Plänen oder vielleicht einem Modell „herausgerückt“ werden. Auch von der Politik wünsche man sich Antworten – „aber jeder sagt etwas anderes“.

Bei einer Veranstaltung soll mit Politik und Verwaltung diskutiert werden

Weitere große Aktionen der BI sind bereits in Planung. Ende August oder im September wollen die Anlieger zu einer öffentlichen Veranstaltung einladen und dabei auch mit Politik und Verwaltung ins Gespräch kommen.
Zudem sollen Flyer in alle Haushalte verteilt werden. Darauf befinden sich Postkartenabschnitte, von denen sich die Gruppe weitere Stimmen für ihre Unterschriftensammlung erhofft.

Aktuell listet die Petition etwa 300 Unterstützer auf. Mit der Flyeroffensive soll die Zahl verdoppelt werden, hofft Gebhardt. Die Stimmensammlung dient derweil noch nicht der Beantragung eines Bürgerentscheids, allerdings werde auch darüber nachgedacht, erklärte der Sprecher. von Andrea Göttling