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Rodenberg Stockholm-Debatte in Rodenberg: CDU will Saal an anderer Stelle
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Stockholm-Debatte in Rodenberg: CDU will Saal an anderer Stelle
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17:47 10.09.2019
Das Größenverhältnis von Stockholm zu Neubau entspricht auch in der Zeichnung des Ingenieurbüros Kirchner in etwa dem, was auch die BI bisher annahm. Die CDU würde den eingeplanten Saal gerne wo anders unterbringen, damit die Höhe reduziert wird. Quelle: pr.
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In der Zeichnung, die die Bürgerinitiative (BI) erhalten hat, entsprechen die Dimensionen sowohl des alten als auch des möglichen neuen Gebäudes im Prinzip jenen, die auch die Gegner des Vorhabens bislang angenommen hatten. Angefertigt wurde sie vom Ingenieurbüro Kirchner. Das frühere Hotel ist weniger als halb so breit und wirkt – weil es tiefer auf dem Areal steht – auch in etwa nur halb so hoch wie der geplante Neubau. Allerdings hatte Stadtdirektor Georg Hudalla bereits vor wenigen Wochen signalisiert, dass der Investor den Neubau möglicherweise ebenfalls tiefer ins Erdreich versetzt.

Saal im Stockholm: Erst Konsens, jetzt auf der Kippe

Die CDU Rodenberg erwägt derweil eine andere Taktik. Der Saal soll in dem Neubau gestrichen werden. Dann könnte das Gebäude erheblich kleiner ausfallen. Allerdings müsste die Stadt einen anderen Ort suchen, wo Ersatz für den wegfallenden Stockholm-Saal entsteht. „Zu Beginn des Projektes gab es einen breiten Konsens in der Politik, dass an der Stelle der historischen Gaststätte Stockholm wieder eine Gaststätte mit einem großen Saal für bis zu 200 Personen entstehen soll. Der Saal sollte die Funktion des alten Saals als Lokalität für Familien- und Vereinsfeierlichkeiten übernehmen“, konstatiert die CDU in einer Pressemitteilung.

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Unter der Prämisse sei der Rat auch bereit gewesen, dass die sich Stadt mit einem festen jährlichen Betrag an den Kosten für die Saalnutzung beteiligt. Der vom Investor geplante Saal erfülle die Erwartungen jedoch „bei Weitem nicht.“ Es fehlten natürlicher Lichteinfall, ein großzügiger Außenbereich und Parkplätze. Wegen der zu erwartenden Lärmbelästigung für die Nachbarschaft sei der Raum für Feiern ungeeignet. „Die CDU Rodenberg fordert deshalb Rat und Verwaltung auf, die Forderung an den Investor nach einem großen Saal fallen zu lassen und stattdessen nach geeigneteren Standorten und Betreibermodellen zu suchen“, heißt es in der Pressenotiz.

Die CDU Rodenberg fordert Rat und Verwaltung auf, die Forderung an den Investor nach einem großen Saal fallen zu lassen und stattdessen nach geeigneteren Standorten und Betreibermodellen zu suchen.

Die CDU Rodenberg , in einer Pressemitteilung

Gelände der SG Rodenberg als Alternativstandort?

Das Gelände der SG Rodenberg mit Parkplätzen und ausreichender Entfernung zur Wohnbebauung biete sich an, auch weil es bereits der Stadt gehöre. Durch gemeinsame Bewirtschaftung mit Vereinsheim und eventuell sogar Freibad könnten sich Synergien ergeben. Grundsätzlich unterstützt die CDU weiter das Vorhaben der Hamburger Planer. Akzeptanz bei den Bürgern sei aber eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines solchen Projektes. Darüber hinaus fordert die CDU eine dreidimensionale Darstellung, um die städtebauliche Wirkung realistisch bewerten zu können. Von Guido Scholl