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Rodenberg Tablet-Klassen nehmen die Arbeit auf
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Tablet-Klassen nehmen die Arbeit auf
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17:04 21.02.2018
Der papierne Schreibblock hat in den Klassen 6e und 6c nun beinahe ausgedient. Die meiste Arbeit verrichten die Schüler auf ihren Tablet-Rechnern.
Der papierne Schreibblock hat in den Klassen 6e und 6c nun beinahe ausgedient. Die meiste Arbeit verrichten die Schüler auf ihren Tablet-Rechnern. Quelle: gus
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60 Schüler, 60 Tablets, dazu große Bildschirme in den Klassenräumen sowie mehrfach bei Fortbildungen geschulte Lehrer – dies sind die nüchternen Fakten des Projekts. Die Vorarbeit dafür war intensiv, wie Schulleiterin Heike Bode-Vogt betont. Unter stützt wurde die Schule von der Gesellschaft für digitale Bildung ebenso wie vom Landkreis Schaumburg. Und von den Eltern, denn diese mussten die Tablets selbst beschaffen.

Individuelle Schaltzentralen

Die Rechner sind mehr als nur Hilfsmittel sondern vielmehr die individuellen Schaltzentralen jedes einzelnen der 60 Schüler. Und zwar für die gesamte Schullaufbahn bis Klasse 10. Denn auf den Festplatten speichern die Jungen und Mädchen Arbeitsblätter, Notizen und vielschichtige digitale Anwendungen. Damit den Rechnern nichts passiert, stecken sie in extra stoßfesten Hüllen samt Bildschirmschutz.

Hausaufgaben werden auch auf den Tablets erledigt – entweder mit der Bildschirmtastatur oder handschriftlich auf dem Touchscreen. Ausprobiert haben die Schüler ihre Geräte gleich zu Beginn bei einer Exkursion zum Experimentierzentrum Phaeno in Wolfsburg. Von dort brachten sie beispielsweise digitale Bücher mit, in denen Videos und Sprachnachrichten verlinkt sind.

Apps für jedes Fach

Für nahezu jedes Schulfach gibt es eigene Apps – in Musik zum Beispiel zum Notenlernen. In Englisch erklären die Sechstklässler mit eigenen Worten die Sehenswürdigkeiten Londons. Und in Mathematik, wo gerade Winkel an der Reihe sind, können sie deren Größe schätzen oder die einzelnen Bezeichnungen vom Spitzen Winkel bis zum Nebenwinkel lernen. Die Jungen und Mädchen können darüber hinaus zu zweit Aufgaben erledigen, ohne im selben Raum zu sitzen.

Jeder einzelne Schüler hat die Möglichkeit, sich selbst auf dem großen Klassen-Bildschirm einzuwählen und seine Arbeitsergebnisse zu präsentieren. Dabei können die Lehrer steuern, wer der gesamten Gruppe etwas zeigen soll. Und noch etwas steigert die Begeisterung der Schüler: In Mathematik können sie sich gegenseitig beim Aufgabenlösen herausfordern und ihre erzielten Punkte direkt miteinander vergleichen.

Nur eines ist vorerst noch Zukunftsmusik: Klassenarbeiten auf dem Tablet zu schreiben. Das muss aber nicht ewig so bleiben. gus