Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Rodenberg Unfallgefahr: Rodenberg bekommt neue Ampel
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Unfallgefahr: Rodenberg bekommt neue Ampel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:50 02.07.2018
Wo die Grover Straße in die Allee mündet, herrscht ohne die Ampel Unfallgefahr – zahlreiche Schüler kreuzen die Stelle. Quelle: lht
Rodenberg

Die Einmündung der Grover Straße in die Allee/K 53 bekommt bald eine Ampel. Darüber hat Stadtdirektor Georg Hudalla den Rodenberger Rat informiert.

Der Anlass ist zwar ein trauriger – der tödliche Unfall vor einigen Wochen, dennoch bewerteten Hudalla und auch Bürgermeister Ralf Sassmann den Vorgang positiv. Schließlich könne die Stadt nun mehr Sicherheit an der Stelle ermöglichen.

Ampel reagiert auf Handdruck

Eine sogenannte Bedarfs- oder auch Dunkelampel für Radfahrer und Fußgänger soll es werden.

Diese springt nur dann an, wenn jemand per Handdruck ein Signal anfordert. So funktioniert es an der Allee in Rodenberg beispielsweise auch zwischen Kreisel und Abzweigung der Amtsstraße.

Schutz für Schüler

Schon lange hatte die Stadt bei der zuständigen Verkehrskommission des Landkreises um eine solche Signalanlage geworben.

Schließlich werde der Bereich auch nahezu täglich von etlichen Schülern passiert, die entweder über den Krater zum Gymnasium Bad Nenndorf oder von dort aus zurück nach Hause radeln. Die Verkehrskommission hatte aber stets abgelehnt.

Nun habe es aber ein „trauriges Ereignis“ gegeben, so Hudalla, das in dem Gremium zu einem Umdenken geführt hat. „Die Situation wird dort jetzt wohlwollender beurteilt“, sagte Hudalla.

Tödlicher Unfall sorgt für Umdenken

Gemeint ist der tödliche Unfall eines älteren Mannes, der mit seinem Fahrrad unvermittelt auf die Fahrbahn der Allee/Kreisstraße 53 steuerte. Ein Autofahrer, der die Stelle genau in dem Moment passierte, hatte keine Chance mehr, rechtzeitig zu bremsen.

Bürgermeister Sassmann hält die Einrichtung einer solchen Signalanlage für überfällig. Schließlich könne auch einem Schulkind etwas passieren. Und die Stadt habe lange dafür gekämpft.

Erst in den Jahren 2013/14 habe es dahingehend einen Vorstoß gegeben.

Stadt muss Ampel wohl selbst bezahlen

Jetzt wurde das Bitten der Stadt erhört. Und da auch noch weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen an der Grover Straße geplant sind, geht Hudalla von einer deutlichen Verbesserung der dortigen Situation insgesamt aus. „Der Bereich Grove wird erheblich an Lebensqualität gewinnen“, sagte der Stadtdirektor.

Die Kosten sind noch unbekannt. Auch muss die Stadt die Signalanlage wohl selbst bezahlen.

Sassmann zufolge müsste die Fußgängerfrequenz etwas höher sein, damit das Land die Kosten übernimmt. Immerhin erlaubt die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, deren Leitung Teil der Unfallkommission ist, den Bau einer Ampel auf Stadtkosten.

von Guido Scholl