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Samtgemeinde Rodenberg Abwasserbeseitigung: Notbetrieb auf Langer Straße soll behoben werden
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Abwasserbeseitigung: Notbetrieb auf Langer Straße soll behoben werden
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21:10 29.01.2019
Quelle: dpa
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Rodenberg

Die Wirtschaftspläne sind „ein bisschen spät dran“, sagte Sven Janisch, kaufmännischer Leiter. Die Umstellung der administrativen Aufgaben im Bereich Wasserversorgung habe Zeit gekostet. Die Kooperation mit dem Wasserverband verlaufe allerdings nahtlos, schilderte er. Im Tagesgeschäft gebe es keine Reibungsverluste.

Keine Überraschungen zu erwarten

Das zurückliegende Jahr habe aufgrund der Trockenheit große Sorgen und Nöte bereitet, sagte Janisch. Allein die Schäden durch Rohrbrüche, die aufgrund des trockenen Erdreichs auftraten, kosteten in etwa 80000 Euro.

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Im Bereich Abwasser erwartet Janisch 2019 „keine Überraschungen“. Die Klärschlammentsorgung müsse irgendwann aber anders aufgestellt werden, aktuell gebe es die landwirtschaftliche Entsorgung aber noch zu „vernünftigen Preisen“.

Der Erfolgsplan hat ein Volumen von rund 2,4 Millionen Euro. Damit beglichen werden beispielsweise die Energiekosten für die Klär- und Pumpwerke in Höhe von 180000 Euro sowie die Klärschlammentsorgung in gleicher Höhe. Für Sanierungen der Schmutzwasserkanäle wurden 200000 Euro veranschlagt.

Abwasserpumpen im Notbetrieb

Der Vermögensplan umfasst rund 1,4 Millionen Euro. Größte Not besteht demnach am Pumpwerk des Schmutzwasserkanals der Langen Straße in Rodenberg, wo bereits eine Interimslösung installiert wurde. „Die alten Pumpen sind stellenweise ausgefallen“, erklärte Janisch, nun laufe die Abwasserbeseitigung im Notbetrieb. 170000 Euro sind für die Erneuerung eingestellt. Weitere Maßnahmen fallen an den Regenwasserkanälen der Schafrehre in Rodenberg (50000 Euro), der Süntelstraße in Rodenberg (10000 Euro), der Bückebergstraße in Reinsdorf (25000 Euro) sowie am Regenwasser- und Schmutzwasserkanal Auf der Burg in Feggendorf (20000 Euro) an.

Der Erfolgsplan der Wasserversorgung hat ein Volumen von etwa 1,3 Millionen Euro. Größte Aufwendungen sind die Wasserbezugskosten in Höhe von mehr als 700000 Euro. Hinzu kommen, genau wie beim Abwasser-Plan, die Personalkostenerstattungen.

Trinkwasserbrunnen geplant

Im Vermögensplan summieren sich Aufwendungen in Höhe von etwa 1,3 Millionen Euro. 50000 Euro wurden eingestellt, um einen Trinkwasserbrunnen in Blumenhagen anzulegen. Dieser sei als „Stand-by-Brunnen“ gedacht, sagte Janisch. In trockenen Zeiten soll dort Wasser aus tieferen Schichten entnommen werden. Die Trinkwasserleitungen an der Apelerner Straße in Lauenau (40000 Euro) sowie Auf der Burg in Feggendorf (25000 Euro) sollen erneuert werden.

Obwohl 77000 Euro als Darlehen aufgenommen werden müssen, wird nicht von einer Netto-Neuverschuldung in diesem Wirtschaftsjahr gesprochen, weil gleichzeitig noch alte Verbindlichkeiten in Höhe von 105000 Euro abgebaut werden.

göt