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Samtgemeinde Rodenberg Brand keilt gegen die WGSR
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Brand keilt gegen die WGSR
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00:26 21.04.2018
Quelle: Symbolbild: dpa
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SAMTGEMEINDE RODENBERG.

Dort wetterte der Rodenberger besonders darüber, dass die Wählergemeinschaften im Gegensatz zu den Sozialdemokraten keinen „Kompass haben, nachdem sie sich ausrichten“.

Im Gegenteil: Die Wählergemeinschaft verfolge Ziele, „die wir alle nicht kennen“, so der Fraktionssprecher. Er zitierte von der Homepage der Wählergemeinschaft Rodenberg (WGR), wo zu lesen ist, dass es sich bei der WGR um einen Zusammenschluss handelt, der sich „ohne Parteizugehörigkeit und Fraktionszwang an der Gestaltung der Kommunalpolitik in Rodenberg beteiligt“. Genau darin sieht Brand ein Problem. Die Ratsleute würden „partikular Interessen vertreten, die keiner kennt“ und hätten dabei „den Anspruch, existenziell zu gestalten“, so Brand.

Ärger über Meyer-Vorstoß

Dabei wird er noch deutlicher: „Wenn bestimmte Begrifflichkeiten in der Diskussion fallen, werden plötzlich einige wach. Wenn diese Ankerbegriffe abgearbeitet sind, schlafen sie wieder ein“, kritisierte der Fraktionssprecher.

Geärgert hatte sich Brand zuletzt offenbar auch über Udo Meyer (WGSR) beim Thema Freibad. Der Rodenberger Brand echauffierte sich darüber, dass sich der aus Messenkamp stammende Meyer „ohne Auftrag zur Lauenauer Gestaltung zu Wort melden musste“, statt sich um Messenkämper Belange zu kümmern, wo es „genug Arbeit gibt“.

Meyer hatte allerdings in seiner Funktion als Vorsitzender des Ausschusses für Jugend, Kindergarten, Sport- und Kulturangelegenheiten der Samtgemeinde auf Pläne reagiert, einen Gewerbetreibenden zwischen Feuerwehr und Freibad anzusiedeln. Die Belange der Freibäder sind Sache dieses Ausschusses.

SPD besetzt verkehrte Themen

Brand findet, unter diesen Gesichtspunkten müsse darauf aufgepasst werden, „dass wir nicht 2021 eine neue Mehrheitsgruppe haben“. Im Samtgemeinderat hat die Wählergemeinschaft Samtgemeinde Rodenberg (WGSR) aktuell sieben Sitze, die SPD hat zwölf Mandatsträger. Im Rodenberger Rat sieht das schon anders aus, dort hat die WGR ebenfalls sieben Sitze, die SPD hingegen nur fünf.

„Man muss sich nicht wundern, wenn man die Wähler nicht erreicht, dass sich dann Wählergemeinschaften zusammen finden“, konterte SPD-Mitglied Christian Postel. Er forderte von seinen im Rat aktiven Genossen mehr Einsatz beim öffentlichen Nahverkehr. Als Beispiel nannte er die Buslinie 533, die eingestellt werden soll (wir berichteten).

Das Thema regionsübergreifender Nahverkehr „liegt auf dem Tisch, ist aber nicht Teil der täglichen Ratsarbeit“, entgegnete Brand. Es sei vielmehr ein Thema, das langfristig „nebenbei läuft“. Ähnlich verhalte es sich bei den Ausbauplänen zur Bundesstraße 65. „Im Thema sind wir“, so Brand, „das ist aber ein großes Rad, das da gedreht wird“.