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Samtgemeinde Rodenberg Buslinie 533: Die Fahrgäste geben den Kampf nicht auf
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Buslinie 533: Die Fahrgäste geben den Kampf nicht auf
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16:58 15.05.2019
Soll kein Bild mit Nostalgiewert sein: Busse der Linie 533 im Bereich Rodenberg/Nenndorf. Quelle: gus
RODENBERG/NENNDORF

Ein Gespräch in beiden Angelegenheiten steht bevor. Nachdem Pendler aus Bad Nenndorf bereits den Wegfall der Linie bedauert hatten, meldete sich nun eine pensionierte Kurstädterin zu Wort. Sie sei überhaupt auf Bad Nenndorf als Altersruhesitz gekommen, weil sie früher mit ihrem Mann per Linie 533 aus Hannover zur Landgrafentherme reiste.

Auch jetzt wisse sie von Bewohnern der Stadtteile um Empelde, dass diese es noch genauso handhaben. Um alte Bekannte zu besuchen, nutzt sie selbst den Bus ebenfalls heute noch.

Unterschriften sammeln

Und die Fahrzeuge seien keineswegs immer weitgehend leer. Am späten Nachmittag nutzten viele Pendler die 533. Zwar sind an Drei Steine, dem letzten Halt, in der Tat meist nur noch zwei oder drei Passagiere im Bus. Doch die anderen steigen eben unterwegs aus – auch an der Therme. Sie regt daher an, den Bus auf der Linie zumindest einmal morgens und einmal nachmittags rollen zu lassen. Nun überlegt sie, eine Unterschriftensammlung für dieses Forderung zu starten.

Dies hatte der Seniorenbeirat der Samtgemeinde Rodenberg bereits vor Jahresfrist getan. Auf der Grundlage von mehr als 200 Signaturen für den Erhalt der 533 hat die Verwaltung nun Gespräche mit Region Hannover und dem Kreis Hameln-Pyrmont angestrengt. Dabei soll noch einmal über Möglichkeiten gesprochen werden, die Buslinie irgendwie zu erhalten.

Die Regionsversammlung in Hannover hat beschlossen die 533 aus Sparzwängen heraus zu streichen. Rodenberger wollen aber erreichen, dass sie durch Stopps in jener Samtgemeinde attraktiver wird und somit auch mehr genutzt wird.

Linien miteinander verknüpfen

Die Ideallösung sähe so aus: Die 533 transportiert Passagiere bis zur Haltestelle Grüner Baum in Rodenberg. Ein neues Transportangebot, möglicherweise mit Kleinbussen, verknüpft dann Rodenberg mit Schmarrie, wo eine Buslinie des Kreises Hameln-Pyrmont anknüpft und die Reisenden bis Bad Münder und weiter bringt.

Wie viele Stopps es in der Samtgemeinde Rodenberg geben kann, müssten die weiteren Gespräche zeigen – wenn Region und Kreis Hameln überhaupt bereit sind, sich mit der Idee zu befassen.

In dem ersten Gespräch will Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla auch einen Vorstoß des Hülseders Michael Ensslen thematisieren. Dieser möchte einen Bus auf der Strecke des Deisterkreisels fahren lassen – allerdings nur an den Wochenenden. Dieser könnte dann auch die S-Bahnhöfe etwa in Bad Nenndorf und Bad Münder bedienen.