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Samtgemeinde Rodenberg Der Startschuss ist gefallen
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Der Startschuss ist gefallen
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16:22 10.05.2017
Auch die Renaturierung begradigter Gewässer fällt in den förderfähigen Bereich. Kleines Bild: Wenn Bürger hübsche Fassaden wie diese in Pohle wiederherstellen lassen, gibt es auch dafür Zuschüsse. Quelle: gus
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SAMTGEMEINDE RODENBERG

Alle vier Dörfer haben eines gemeinsam: Sie liegen rund um Lauenau, sagte Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla. Und somit bilde der Flecken deren Versorgungszentrum. Dass die vier Orte nun als Dorfregion um Fördergeld werben, bedeute nicht, dass sie alle infrage kommenden Projekte zusammen vorantreiben sollen. Der tiefere Sinn des Zusammenschlusses liege in interkommunaler Zusammenarbeit – es gelte, Dinge gemeinsam zu erarbeiten.
Sabine Scherer vom Ingenieurbüro Kirchner erklärte, dass einheitliche Zielsetzungen ein Pflichtfeld sind. Jeder Ort dürfe aber trotzdem eine eigene strategische Ausrichtung formulieren. Dies könne der Erhalt von Infrastruktur oder auch – im optimistischeren Fall – deren Weiterentwicklung sein. Kernthemen des Förderplans müssen Energieeinsparung, Mobilität, Barrierefreiheit und die Umnutzung von Leerständen sein. Vereinsleben und Ortsgestaltung können ebenso dazu gehören wie Tourismus. Scherer nannte den Feggendorfer Stolln als Beispiel. Renaturierungen von Gewässern gehören auch zu den förderfähigen Projekten. Ebenso können historisch wertvolle Gebäude entweder saniert oder entfernt werden, sofern sie völlig hinüber sind.

Fördersätze bis 73 Prozent

Im öffentlichen Bereich stehen Fördersätze von bis zu 73 Prozent in Aussicht, wobei diese Spitzenquote nur in Messenkamp erreicht werden kann, so Scherer. Auf dem privaten Sektor gibt es maximal 30 Prozent Zuschuss zu förderfähigen Projekten. So können Hausbesitzer beispielsweise verbaute Fachwerkfassaden wiederherstellen oder andere Bausünden revidieren.
Die Bewerbungsphase der Dorfregion endet am 1. August. Bis April 2018 soll der Aufnahmebescheid eintreffen. Anschließend können die Einwohner in Arbeitskreisen einen Plan erstellen, der sämtliche gewünschte Projekte umfasst. Dies dauert wohl bis August 2019. Im Oktober 2019 soll dann noch einmal eine Bürgerversammlung folgen. Danach beginnt die achtjährige Umsetzungsphase in der das Fördergeld beantragt werden kann. Der Plan ist aber nicht starr und kann jederzeit angepasst werden.
Noch bevor die Orte ihre Bewerbung einreichen, sind Ortsbesichtigungen vorgesehen. Pohle ist am 23. Mai um 18 Uhr, Feggendorf am 24. Mai um 17 Uhr an der Reihe. Messenkamp und Altenhagen II werden am 24. Mai um 19 Uhr besichtigt. Mitarbeiter des Ingenieurbüros Kirchner und der Verwaltung nehmen daran teil. Es sollen örtliche Besonderheiten sowie Brachflächen und Leerstände erfasst werden. Daraus erhoffen sich die Verantwortlichen erste Planungsansätze.
Noch bis zum 24. Mai können die Bürger einen Fragebogen zum Thema ausfüllen. Die Bögen sind auf www.rodenberg.de hinterlegt. gus