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Samtgemeinde Rodenberg Eltern können aufatmen: Weniger Gefahren auf Spielplätzen
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Eltern können aufatmen: Weniger Gefahren auf Spielplätzen
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12:22 06.06.2019
Auch weil auf manchen Spielplätzen kürzlich neue Geräte aufgestellt wurden, weisen die städtischen Anlagen deutlich weniger Mängel auf als noch für drei Jahren. Quelle: gus
RODENBERG

Außerdem gibt es bald einen ganz neuen Spielplatz – dies befürwortete der Ausschuss für Soziales und Heimatpflege. 24 Spielplätze sind in der Stadt Rodenberg mängelfrei. Dies ist insofern bemerkenswert, als dass die Prüfer vor drei Jahren nur auf fünf Arealen nichts zu beanstanden hatten.

Die Gesamtzahl der Problemstellen ging um etwa 100 auf gut 60 zurück. Kein Platz hatte mehr als vier Schäden, vor drei Jahren waren auf einem Spielgelände gleich 14 Mängel gefunden worden.

57 Spiel- und Bolzplätze

Akute Probleme, die es sofort abzustellen gilt, weil Gefahr besteht, lagen immerhin noch dreimal vor. Vor drei Jahren war dies neunmal der Fall gewesen. Insgesamt hat die Stadt Rodenberg inklusive Algesdorf 57 Spielplätze. Dazu zählen aber auch die Bolzplätze.

Prüfer Jörg Rummel vom Unternehmen IGP Stadthagen stellte der Verwaltung daher ein gutes Zeugnis aus. „Ich kann dem Ausschuss sagen, wir sind auf einem guten Weg“, ergänzte Jörg Döpke, zuständiger Fachbereichsleiter im Rathaus. Dort werde mittlerweile effizienter an der Mängelbehebung gearbeitet.

Bereiche zum Toben und Ruhen

Ein neuer Spielplatz kommt noch hinzu: Im Baugebiet Steinriesen IV mit seinen 92 Grundstücken soll dieser entstehen. Rummel schlug zwecks Bestückung des rund 3700 Quadratmeter großen Geländes vor, Ruhe- und Rückzugsräume ebenso einzuplanen wie Bereiche zum Toben.

Letztgenannte sollen Geräte für unterschiedliche Altersgruppen bekommen. „Wir schaffen Erlebnisräume“, erklärte Rummel. Diese seien nicht nur für Kinder sondern auch für Erwachsene gedacht.

Ein Niedrigseilgarten, eine Matschanlage, eine gebogene Röhrenrutsche an einem Kletterturm und ein mehreckiges mit Seilen bestücktes Kletterkonstrukt gehörten zu dem, was der Experte für Steinriesen IV vorstellte. Auch eine weitere Kletterpyramide wie am Burgwall sei denkbar. Rummel attestierte diesen Elementen Langlebigkeit.

Deisterblick nicht verstellen

„Die Zeiten, in denen wir nach ein paar Jahren morsche Geräte austauschen mussten, sind eigentlich vorbei“, sagte der Experte. Holz als Baustoff werde entsprechend wenig verwendet.

Einen Sandkasten soll es obendrein geben. Auch Sträucher und Bäume werden angepflanzt, wobei die Stadt sicherstellen will, dass an keiner Stelle der Deisterblick verstellt wird. „Wir haben immer darauf geachtet, dass wir in der Stadt Rodenberg Spielplätze mit unterschiedlichem Charakter haben“, konstatierte Ausschussvorsitzende Catrin Döpke.

Rummels Planung passe sich gut in diese Handhabung ein. Die Verwaltung soll nun auf Grundlage der Vorschläge einen Plan erstellen, aus dem auch die Verteilung der Geräte hervorgeht.

Matschbahn für den Burgwall

Die Politiker brachten noch eine weitere Attraktion auf den Weg: Am Burgwall-Spielplatz soll eine Matschbahn errichtet werden. Dies hatte die Gruppe CDU/Lotz beantragt. Marlies Berndt-Büschen (FDP) hatte noch ergänzt, dass die Matschanlage mit einem Sandkasten kombiniert wird.

Jörg Döpke schlug vor, das Ansinnen in das Sanierungsprogramm Stadtgrün zu integrieren. Dann könnten auch Zuschüsse fließen. Der Burgwallbereich ist eines der Kerngebiete innerhalb dieses Sanierungsprogramms.

Matthias Schellhaus (Grüne) schlug vor, auf allen Spielplätzen Rauchverbot auszuweisen. Dazu will er einen schriftlichen Antrag nachreichen. Ein Zuhörer wand ein: Die Raucher kommen erst nachts – gemeint waren Jugendliche.