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Samtgemeinde Rodenberg Fußballer des TSV Algesdorf legen Hand an
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Fußballer des TSV Algesdorf legen Hand an
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13:25 18.03.2019
Baustelle im Sportheim: Das Obergeschoss wird aufgemöbelt Quelle: göt
Algesdorf

Tatkräftig packt der TSV Algesdorf bei der Sanierung der oberen Etage seines Sportheims mit an. Dort wird aktuell kräftig der Renovierungshammer geschwungen. Das Stockwerk gleicht einem Rohbau. Fenster, Dämmung, Boden – alles wird erneuert.

Zuletzt waren etliche Pläne bezüglich des Areals im Umlauf: Renovierung des Bestandsgebäudes und Anbau, Abriss und kompletter Abbau, sowie die Errichtung eines zweiten Spielfelds. Wie berichtet, ist der zweite Sportplatz vorerst vom Tisch. Da das obere Stockwerk nun saniert wird, hat sich auch die Thematik Abriss und Neubau erledigt. Auch Stadtdirektor Georg Hudalla stellte klar: „Wir machen nicht oben fertig, um das Gebäude abzureißen.“ Die energetische Sanierung war allerdings schon lange geplant – die Haushaltsmittel in Höhe von 75 000 Euro wurden aus den Vorjahren fortgeschrieben.

Auch im Erdgeschoss dringend Handlungsbedarf

Im Obergeschoss befinden sich sozusagen die Sozialräume des Vereins mit einer Küche und weiteren Toiletten. Doch auch im Erdgeschoss besteht dringender Handlungsbedarf, wie Fußballspartenleiter Eike Herbold ausführte. Dort kämpft der Verein mit Feuchtigkeit. Darüber hinaus sind die Räume schlichtweg zu klein für den Spielbetrieb auf dem Sportplatz. Damen- und Herrenmannschaften müssten sich am Wochenende abwechseln – während die einen sich warm machen, ziehen sich die anderen um. Dies funktioniere nur, weil sich die Gruppen so gut verstehen, sagte Herbold.

Die Schiedsrichter haben zwar eine eigene Umkleidekabine, müssen aber zusammen mit den Spielern duschen. Die Damen haben weder eine eigene Umkleide noch eine Dusche. Lediglich eine Toilette ist explizit für Frauen bestimmt.

Zweites Gebäude wäre wünschenswert

Ein Anbau wäre aus Herbolds Sicht die schlechtere Variante, weil das Sportheim ohnehin schon verwinkelt ist. Hier solle nicht noch weiteres Stückwerk betrieben werden. Besser wäre es, ein zweites Gebäude auf dem Gelände zu errichten. Dort könnten im Erdgeschoss weitere Umkleide- und Duschkabinen entstehen, genauso wie öffentliche Toiletten. Im ersten Stockwerk könnte ein Mehrzweckraum eingerichtet werden.

Mitte Februar haben die Fußballer mit dem Abriss und der Entkernung begonnen und dafür drei Sonntage aufgewendet. Die Abrissarbeiten sparten der Stadt rund 10 000 Euro ein, schätzte Hudalla. Der Verein übernimmt zudem die Aufsicht und Koordination der Gewerke. Mitte April sollen Bodenbeläge und Fliesen verlegt werden sowie die Wände mit Gipskarton verkleidet werden.

Vieles in Eigenleistung

Je nachdem, wie weit der Kostenrahmen ausgeschöpft ist, werden dann entweder weitere externe Firmen für die Maler- und Tapezierarbeiten beauftragt, oder der TSV wird erneut selber tätig, stellte Herbold in Aussicht. „Wir können es nicht hoch genug loben, dass der Verein vieles in Eigenleistung erbringt“, sagte Bürgermeister Ralf Sassmann. Dies sei heute keine Selbstverständlichkeit mehr.

göt