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Samtgemeinde Rodenberg Halle ist Dauerpatient
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Halle ist Dauerpatient
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14:35 22.05.2018
Bereits vor drei Jahren besuchten Politiker die Sporthalle - damals stand das undichte Dach im Fokus.
Bereits vor drei Jahren besuchten Politiker die Sporthalle - damals stand das undichte Dach im Fokus. Quelle: Archiv
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SAMTGEMEINDE RODENBERG

Vor etwas über einem Jahr hatte es bereits einige Missklänge wegen der Halle gegeben. Politiker hatten den Eindruck, dass die Modernisierung der Sanitäranlagen von der Verwaltung verzögert wurde. Doch der Umstand, dass die Maßnahme nicht unmittelbar nach den Dacharbeiten erledigt worden war, hatte finanzielle Gründe.

Für die Sanierung der Sportstätte waren insgesamt 100.000 Euro eingeplant gewesen. Diese sollten für die Dacherneuerung und die Sanierung des Sanitärbereichs ausreichen. Nachdem das Dach geflickt worden war, standen nur noch 42.000 Euro zur Verfügung für die Duschen und die Toiletten – und dies reichte nicht aus.

Keine genauen Angaben zu Kosten

Nun steht neues Geld bereit. Die Kosten des zweiten Sanierungsschritts dürften deutlich im sechsstelligen Bereich liegen. Eine Zahl wollte Jörg Döpke, Leiter des Fachbereichs Innere Verwaltung, vor der Ausschreibung aber nicht nennen. Während einer Begehung mit dem Schulausschuss erläuterte Döpke den Politikern, was in der Halle so alles ansteht.

Die Duschen und Waschbecken in den Kabinen werden neu angeordnet, sodass die Benutzung einfacher wird. Außerdem soll eine Belüftung eingebaut werden, da seit einigen Jahren die Oberlichter dicht sind. Warum deren Versiegelung veranlasst worden war, ist Döpke ein Rätsel – es mache eigentlich keinen Sinn, eine Sanitärbereich dieser Form der Belüftung zu berauben.

An einer Seite erhält die Halle einen zusätzlichen Geräteraum, der vom übrigen Lagerbereich abgetrennt wird. Der Zugang aus einer Umkleidekabine zum Regieraum soll verschwinden. Hinzu kommt der Einbau einer neuen und diesmal stabileren Eingangstür. Die jetzige weist eine gesplitterte Glasscheibe auf.

Lüftungsanlage nächstes Projekt

Die Samtgemeinde soll nun erst einmal die Sanitär-Sanierung mit den übrigen Maßnahmen anschieben und dazu deren Kosten ermitteln. Der Bauausschuss bekommt die Summen dann zur Beratung vorgelegt. Doch selbst nach Erledigung dieser Arbeiten ist die Halle noch nicht frei von Mängeln. Als nachfolgender Schritt wird wohl die Lüftungsanlage im Hallenbereich in Angriff genommen. Derzeit nutzen die Sportler eine Notausgangstür zum Lüften.

Probleme gibt es außerdem an den Wänden, wo Tropfstellen den Teppich auf hässliche Weise verfärben. Zudem ist dringend eine automatische Heizungsanlage nötig, da es derzeit im Winter zu lange dauert, ehe eine angenehme Temperatur erreicht wird, wenn die Heizung erst morgens eingeschaltet wird. Auf Vorschlag Elisabeth Rautenberg-Rövers (Grüne) soll auch ein Energiekonzept für die Sporthalle erstellt werden. Dies erfolgt im Zuge eines Programms des Landkreises, an dem die Samtgemeinde beteiligt ist.