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Samtgemeinde Rodenberg Hilfe für Eltern
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Hilfe für Eltern
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12:39 29.11.2018
Die Gebühren für die Rodenberger Kitas sollen zumindest für niemanden höher ausfallen als vor der landesweiten Beitragsfreiheit. Quelle: dpa
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SAMTGEMEINDE RODENBERG

Das Gremium rang sich allerdings nicht zu einer kompletten Wiedereinführung der entfallenen Boni durch. Immerhin: jene Familien, die zuletzt schlechter dastanden, müssen zumindest nicht mehr bezahlen. Anlass der Debatte war die vom Land eingeführte Beitragsfreiheit der Kindergärten.

Bonus soll wieder für alle gelten

Als Reaktion darauf hatte die Samtgemeinde die eigenen Beitragssätze angepasst. Ratsfrau Patricia Kasper (Rodenberger Interessen) erläuterte nun einen Antrag, der darauf abzielte, wie früher einen Geschwisterbonus in allen Fällen zu gewähren. Somit sollten auch solche Jungen und Mädchen eine Ermäßigung erhalten, deren Geschwister einen kostenfreien Platz im Kindergarten belegen.

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Für den Fall, dass die Boni nicht wieder eingeführt werden, sollten jene Eltern, die mehr Beiträge bezahlen müssen, obwohl der Kindergarten von der Landesregierung kostenfrei gemacht wurde, weiter ihre alten Beitragssätze zugestanden bekommen. Dies beschränkte sich auf solche Familien, die ihren Nachwuchs bereits im Februar in den Kitas angemeldet hatten. Kinder seien die Zukunft, und Eltern verdienten jede erdenklich Unterstützung, begründete Kasper ihren Einsatz.

3,07 Prozent Loherhöhung einkalkuliert

Verwaltungschef Georg Hudalla sah ein Gerechtigkeitsproblem. Es gebe auch Familien, die nicht bereits einjährige Kinder in der Kita abgeben. Diese kosten aber auch Geld. Daher würden solche Familien durch Kaspers Vorstoß nicht besser gestellt, jene, die die Krippe nutzen, aber nicht. Hudalla betonte: Unterm Strich bezahlen Eltern heute weniger Betreuungskosten, weil drei Kindergartenjahre kostenfrei sind – in dieser Zeit zahlen die Eltern überhaupt keine Gebühren.

Auch Ausschussvorsitzender Udo Meyer (WGSR) verteidigte die neue Gebührensatzung. Es sei jahrelang nicht an den Gebühren geschraubt worden. Nun sei dies nachgeholt worden. Manchmal änderten sich die Dinge, und dann sei zu akzeptieren, wenn etwas teurer wird. Aus Meyers Sicht verdienen Eltern, die ihre Kinder ganztags betreuen lassen – und nur um solche Fälle geht es – ausreichend, um höhere Beiträge zahlen zu können.

Uwe Märtens (SPD) zeigte Verständnis für die Emotionen in der Diskussion. Dennoch müsse auch das Personal gerecht bezahlt werden. Im Haushalt für 2019 hat die Verwaltung eine tarifliche Lohnerhöhung von 3,07 Prozent eingerechnet.

Patt bei der Abstimmung

Der Ausschuss lehnte grundlegende Änderungen beim Geschwisterbonus ab – allerdings hauchdünn: Bei der Abstimmung ergab sich ein Patt, womit der Antrag abgelehnt war. Mit einer Stimme Mehrheit wurde das Einfrieren der alten Beitragssätze für jene Familien, die nun schlechter gestellt werden, befürwortet.

Nach der Einführung der Beitragsfreiheit des Kindergartens hatte die Samtgemeinde die Gebühren für Krippe, Hort, Essen und Randzeiten angehoben. Daraus resultierten wenige Fälle, in denen die Gebühren für drei Geschwister insgesamt sogar anstiegen.