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Samtgemeinde Rodenberg Hochwasser in Rodenberg: Noch besteht keine Gefahr an der Aue
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Hochwasser in Rodenberg: Noch besteht keine Gefahr an der Aue
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18:59 24.02.2020
Der Pegel der Auge ist so hoch wie lange nicht mehr. Quelle: gus
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Samtgemeinde Rodenberg

So voll wie am Sonntag und Montag sind die Fließgewässer in der Samtgemeinde Rodenberg seit zwei Jahren nicht mehr gewesen. Echte Hochwassergefahr bestand trotz Dauerregens nicht. Dennoch sorgten sich manche Neubürger angesichts der für sie neuen Situation. Und eines hat sich ausgezahlt: Das Ausbaggern der Regenrückhaltebecken.

Bewohner aus Neubaugebiet besorgt

Der Algesdorfer Kirchweg in Rodenberg wurde am Sonntag gesperrt, weil dort das Wasser zeitweise über die Böschungskante zu steigen drohte. Doch insgesamt stufte die Verwaltung die Situation für Rodenberger Verhältnisse als vergleichsweise harmlos ein. Dennoch wurde Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla von mehreren Bewohnern des Neubaugebiets bei Algesdorf auf den hohen Pegelstand angesprochen.

Auch der Altenhäger Bach führte ebenfalls Hochwasser. Foto: Scholl

Dies führte er darauf zurück, dass seit Frühjahr 2018 so wenig Niederschlag gefallen war, dass die Aue zeitweise eher ein Rinnsal gewesen sei. Mit der Hochwasserproblematik seien einige Neubürger bislang noch nicht konfrontiert gewesen. „Die haben noch nie auf eine so volle Auge geschaut“, so Hudalla.

Wasser stammt aus den Höhenzügen

Der Algesdorfer Kirchweg wurde am Montag wieder freigegeben, nachdem der Regen über Nacht aufgehört hatte. Abends setzte der Niederschlag aber erneut ein. Die Situation wird von der Feuerwehr weiter beobachtet, denn etwas zeitversetzt fließt das Wasser dann über die Zuläufe wie Altenhäger Bach und Schlierbach aus den Höhenzügen in die Aue.

Die jüngsten Hochwasser-Ereignisse in Rodenberg

Klaus-Werner Volker, der in Lauenau ein Auewehr betreut, schätzt die Gefahr als eher gering ein. An neuralgischen Punkten wie dem Ahornweg könnte es im Flecken brenzlig werden. Ansonsten geht der frühere Ortsbrandmeister davon aus, dass die Pausen zwischen den Regenfällen genügen, damit ausreichend Wasser abfließen kann.

Regenbecken: Funktionalität im Fokus

Positiv bewertet er den Rückschnitt an den Regenbecken, der sich nachträglich als Glücksgriff erwies. Die Regenrückhaltung habe auch deshalb gut funktioniert, und es sei sogar noch etwas Luft gewesen. Den Rückschnitt lobte auch der Lauenauer Wolfgang Marhenke, Mitglied im Seniorenbeirat. Beide sehen durchaus einen Konflikt mit dem Naturschutz, doch die Funktionalität der Becken müsse im Vordergrund stehen.

Ein Bild aus dem Jahr 2013: Die Aue hat den Bereich um das Wäschehaus überflutet - zwei Damen nehmen es locker und krempeln die Hosenbeine hoch. Foto: Archiv

Dass der Nutzen der Arbeit des Bauhofs im Nachhinein erkannt und gelobt wird, freut Hudalla, der die Sache aber auch nicht zu hoch hängen will. Letztlich habe das Rathaus lediglich seinen Job gemacht.

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Von Guido Scholl