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Samtgemeinde Rodenberg Neue Idee: Sponsoring für Gartengeräte auf Friedhöfen
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Neue Idee: Sponsoring für Gartengeräte auf Friedhöfen
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16:44 12.06.2019
Die Wasserentnahmestellen auf den Friedhöfen in der Samtgemeinde Rodenberg sind bald frostfest. Quelle: gus
SAMTGEMEINE RODENBERG

175 Sterbefälle hatte es im Jahr 2018 in der Samtgemeinde Rodenberg gegeben. Dies berichtete Marion Kursch, die bei der Verwaltung für die Friedhöfe zuständig ist, dem zuständigen Fachausschuss. Auf den hiesigen Friedhöfen wurden davon aber nur 135 Verstorbene beerdigt.

102 Feuerbestattungen überwogen bei 33 Erdbestattungen deutlich. Demnach wird die Urnenbestattung immer gefragter. Klaus-Werner Volker (SPD) regte an, Statistiken über einen längeren Zeitraum vorzulegen. Denn dies lasse Trends verlässlicher abschätzen.

Fünf Urnen an Bäumen beigesetzt

Bei den Bestattungsformen setzt offenbar ein weiterer Wandel ein. In Lauenau sind unter dem Baum bereits die ersten fünf Urnen beigesetzt worden. Außerhalb Lauenaus gab es bislang keine Nachfrage noch Bestattungen unter Bäumen, so Kursch. Der Begräbnisbaum im Flecken ist eine Reaktion auf die Forderungen nach einem Waldfriedhof innerhalb der Samtgemeinde.

Ob auch in Reinsdorf ein Bestattungsbaum ausgewiesen wird, ist offen. WGSR-Ratsfrau Daniela Kastning hatte sich danach erkundigt. Kursch formulierte indes Zweifel daran, ob auf allen Friedhöfen innerhalb der Samtgemeinde dieselben Begräbnisformen angeboten werden sollten.

20.000 Euro für Wasserstellen

Der Ausschuss sprach sich dafür aus, die Wasserentnahmestellen auf den Friedhöfen zu erneuern. 1350 Euro Anschaffungskosten schlagen damit pro Areal zu Buche. Ohne die Installationen summieren sich bei allen 15 Friedhöfen gut 20.000 Euro. Martin Meier vom Bauhof begründete die Notwendigkeit damit, dass die alten Entnahmestellen Schäden aufweisen und die Nachfolger frostbeständig sind. Somit rechnet Meier mit einer langen Nutzungsdauer.

Volker war dafür, an jede Wasserstelle auch eine Halterung für Gießkannen zu bauen. Weitere Gartengeräte samt Haltern ebenfalls vorzuhalten, lehnten Volker und Kursch ab – diese werden flugs gestohlen.

Firmen sollen Geräte sponsern

Anja Niedenzu (SPD) war indes dafür, Unternehmen zu gewinnen, die die Geräte sponsern. Dann müsste niemand mehr Harke und Co. mit dem Fahrrad zum Friedhof bugsieren. Dieser Versuch soll nun ins Visier genommen werden. Die bestehenden Gerätehalter aber auf allen Begräbnisstätten zu entfernen, hielten Kastning und Udo Meyer (WGSR) für übereilt.

Es gebe auch ehrenamtlich gepflegte Installationen dieser Art auf Friedhöfen. Fehlen die plötzlich, gebe es Ärger, befürchtete Meyer, der sich auf ein Beispiel aus seiner Heimatgemeinde Messenkamp berief.

Von Guido Scholl