Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Samtgemeinde Rodenberg Rodenberger Feuerwehr testet neue Einsatzkleidung
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Rodenberger Feuerwehr testet neue Einsatzkleidung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:57 29.09.2019
Praxistest für neue Ausrüstung: Die Kameraden prüfen Polsterungen, Beweglichkeit und vieles mehr. Quelle: ar

450 Feuerwehrleute und der komplette Rat der Samtgemeinde seien eingeladen gewesen, sich über Details zu informieren, erklärte Sascha Ostermeyer, Zeugwart der Ortswehr Lauenau.

Seit einem Jahr hatte sich ein Arbeitskreis mit diesem Thema beschäftigt, Anbieter verglichen und Schutzverordnungen für eine Empfehlung herangezogen. Zwei Ausrüstungsätze unterschiedlicher Hersteller durften die Einsatzkräfte nun testen und hinsichtlich der Beweglichkeit sowie des Empfindens des Gewichts der 16 bis 20 Kilogramm schweren Kleidung bewerten.

Kleidung ist zum Teil 18 Jahre alt

Die bislang verfügbaren Jacken, Hosen und Handschuhe sind zum Teil 18 Jahre alt und in wichtigen Punkten weder zeitgemäß noch tauglich für zukünftige Anforderungen wie Dokumentationspflichten, die nur durch Chipeinsatz zu gewährleisten sind.

So steigt die Innentemperatur bei dunkler Kleidung um fünf Grad mehr an als bei heller. Angesichts des Klimawandels und der vergangenen heißen Sommer sei diese Differenz nicht außer Acht zu lassen, so Tobias Komossa, Mitglied des Arbeitskreises. Helle Schutzkleidung lasse auch Kontaminationen besser erkennen, die eine umgehende Spezialreinigung erforderten.

Arbeitskreis: Neue Ausrüstung wäre besser wahrnehmbar

Die favorisierte rote Ausrüstung sei ebenfalls deutlich besser wahrnehmbar als die alte dunkelblaue und schütze Einsatzhelfer davor, selbst verletzt zu werden, sagte Komossa.

Leider seien nur sieben Politiker erschienen, bedauerten die Kameraden, die die beiden Ausrüstungen ausgiebig testeten: Sie kletterten Leitern hoch, krabbelten unter Hindernissen durch und prüften die Tauglichkeit im Einsatzfahrzeug. In Lauenau war der Workshop eine Woche zuvor ebenfalls angeboten worden.

Rund 500.000 Euro kostet die neue Einsatzschutzbekleidung für die Lebensretter. „Jeder Straßenbauarbeiter unterliegt strengen Schutzbestimmungen. Wir finden, Feuerwehrleute haben den maximalen Schutz vor Gefahren verdient, und werden den Antrag kurzfristig für politische Entscheidungen auf den Weg geben“, so Komossa. Andrea Riekena