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Samtgemeinde Rodenberg Schluss mit dem Schnäppchen-Tarif
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Schluss mit dem Schnäppchen-Tarif
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00:19 01.04.2019
Die Fahrpreise für das Anrufauto der Samtgemeinde Rodenberg sollen steigen.
Die Fahrpreise für das Anrufauto der Samtgemeinde Rodenberg sollen steigen. Quelle: gus
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Samtgemeinde Rodenberg

Der Vorschlag der Verwaltung lautete, dass die geringste Anhebung für die Touren innerhalb der Samtgemeinde eingeführt wird. Die Fahrgäste zahlen demnach fünf anstelle von vier Euro. Das Taxiunternehmen Kühl rechnet mit der Verwaltung dann zwölf statt zehn Euro ab. Somit steigt auch der Samtgemeinde-Zuschuss um einen Euro. Für Fahrten nach Bad Nenndorf sollen fortan elf statt sieben Euro gezahlt werden, der Zuschuss der Kommune soll von 11,50 auf elf Euro gesenkt werden.

Deutliche Preiserhöhungen für längere Fahrten

Happiger wird es für Fahrgäste, die zu weiter entfernten Zielen wollen. Touren nach Bad Münder kosten bald 17,50 und damit 7,50 Euro mehr. Der kommunale Anteil sinkt von 19,50 auf 17,50 Euro. Ähnlich sieht es beim Ziel Stadthagen aus. Fahrten nach Wunstorf verteuern sich demnach um 15 auf 25 Euro, während die Samtgemeinde ihren Teil um 6,50 auf 25 Euro senkt.

Diese 50-Prozent-Quote strebt die Verwaltung auch für Hameln an. Touren dorthin kosten die Passagiere fortan 43 statt 15 Euro. Die Samtgemeinde schießt 43 statt 56,90 Euro zu. Neues Fahrtziel soll auf Wunsch des Seniorenbeirats Gehrden sein: Eine Fahrt soll 31 Euro kosten, derselbe Anteil entfällt auf die Kommune. Diese hat bei den eigenen Kosten Durchschnittswerte ermittelt.

Der Kostenbeitrag der Samtgemeinde ist seit dem Wegfall des zweiten Taxiunternehmens um 25 000 Euro – auf zwölf Monate gerechnet – zurückgegangen. Dies setzte Jörg Döpke, Fachbereichsleiter Innere Verwaltung, dem Ausschuss für Wirtschaft und Fremdenverkehr auseinander. Jetzt beträgt der monatliche Zuschuss an den allein zuständigen Betrieb Taxi Kühl noch etwa 4500 Euro.

Zuletzt war bekannt geworden, dass das frühere Unternehmen Taxi Schaller auch Fahrten zu nicht gestatteten Zwecken ausgeführt und abgerechnet hatte. Gedacht ist das Anrufauto für den Transport zu Ärzten und zum Einkaufen. Nur Routen, die nicht in Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr treten, dürfen bezuschusst werden.

Die Ausschussvorsitzende Marion Passuth (SPD) beurteilte Döpkes Vorschlag positiv. Speziell die Fahrten nach Hameln seien bislang zum Schnäppchen-Tarif angeboten worden. Ihr schloss sich Fraktionskollege Klaus-Werner Volker an. Wann genau die neuen Tarife eingeführt werden sollen, ist noch unklar. Geplant war dies noch für das Jahr 2019.

Von Guido Scholl