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Samtgemeinde Rodenberg So sollen Senioren ihre Sicherheit auf dem E-Bike verbessern
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg So sollen Senioren ihre Sicherheit auf dem E-Bike verbessern
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16:33 23.09.2019
Der Seniorenbeirat möchte älteren Menschen die Chance geben, ihre Fertigkeiten auf dem E-Bike zu verbessern. Quelle: dpa
SAMTGEMEINDE RODENBERG

Offen ist, wie groß der Personenkreis ist, der daran mitwirken kann. Drei Stunden lang könnten die Teilnehmer bei der Veranstaltung der Verkehrswacht mit Pedelecs üben – dies ist die eigentlich korrekte Bezeichnung für elektrobetriebene Zweiräder, deren Motor nur läuft, wenn getreten wird.

Verkehrsregeln werden auch geübt

Die Kosten würden pro Person 40 Euro betragen. Die Mindestteilnehmerzahl ist sieben, maximal können zwölf mitmachen. Terminwünsche müsste der Beirat äußern. Auch Sicherheitsaspekte kommen zum Tragen, vor allem die Verkehrsregeln.

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Geübt werden Fahrmanöver wie Vollbremsungen. Was im Sturzfall zu beachten ist, gehört ebenfalls zu den Themen. Die Teilnehmer müssen während des Praxisteils ununterbrochen Helme tragen.

Es würde ein Parcours aufgebaut, der durchfahren wird. Auch das Ein- und Ausbauen des Akkus soll gezeigt werden. Die Fahrräder müssten die Teilnehmer selbst mitbringen – oder der Seniorenbeirat stellt E-Bikes. Dazu wiederum gab es aber noch keine Idee.

Angebot ungeeignet?

Wolfgang Marhenke fand das Angebot ungeeignet, weil maximal zwölf Interessierte mitmachen könnten. Er habe eigentlich auf einen größeren Personenkreis gehofft, der von dem Training profitiert.

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Jörg Döpke, Fachbereichsleiter Innere Verwaltung, betonte, dass eine kleinere Gruppe auch bessere Trainingsqualität bedeutet. Sollte es mehr Bedarf geben, dann könnte die Veranstaltung wiederholt werden.

40 Euro für E-Biker nicht zu teuer

Auch die 40 Euro Teilnahmegebühr hielt Marhenke für zu hoch. Andererseits fand Barbara Wendland, dass jemand, der sich ein E-Bike kauft, auch diese Summe fürs Training investieren kann. Allerdings stellte Beiratsvorsitzender Willi Gerland klar, dass in jedem Fall ein Experte das Training leiten muss.

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„Irgendwer muss uns das ja beibringen“, betonte er. Da jetzt der Herbst vor der Tür steht, plädierte Gerland dafür, das Training fürs kommende Frühjahr anzuberaumen.

Sicherheit auch am Steuer

Der Seniorenbeirat möchte auch ein Autosicherheitstraining für ältere Bürger anbieten. Dazu müsste ebenfalls das Interesse in der Bevölkerung abgefragt werden. Möglich wäre ein dreistündiges Üben mit maximal acht Teilnehmern, die jeweils 20 Euro bezahlen, wie Helmut Hübner berichtete. Der Sozialverband Rinteln bietet so etwas auch an und bezuschusst jeden Platz mit zehn Euro. Der Beirat will nun nach einem fachlichen Partner suchen und die Rahmenbedingungen abstecken. gus

Die Veranstaltung an den Deistertag im Mai 2020 zu koppeln, lehnten die Senioren ab. Dann ließe sich das Sicherheitstraining vom Beirat gar nicht planen. Denn bei der Veranstaltung kommen Besucher von außerhalb zu unterschiedlichen Punkten in der Samtgemeinde Rodenberg – ob sie dann ein Sicherheitstraining absolvieren wollen, sei ungewiss.

Beirat will intern nochmal diskutieren

Friedhelm Springinsguth regte an, das Interesse der Bevölkerung abzuklopfen. Möglicherweise ist der Bedarf gar nicht so groß wie angenommen. Der Beirat will nun intern noch einmal unterschiedliche Varianten diskutieren und mögliche andere Trainer ansprechen.

Von Guido Scholl