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Samtgemeinde Rodenberg Später Streit um die Wirtschaftsschau
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Später Streit um die Wirtschaftsschau
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13:59 21.10.2018
Die lokalen Aussteller sollen jetzt nachträglich befragt werden, wie sie die Wirtschaftsschau erlebt haben.
Die lokalen Aussteller sollen jetzt nachträglich befragt werden, wie sie die Wirtschaftsschau erlebt haben. Quelle: Archiv, göt
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Samtgemeinde Rodenberg

Ein Ereignis, das bereits ein halbes Jahr zurückliegt, hat zu einer heftigen Debatte im Wirtschafts- und Fremdenverkehrsausschuss geführt. Fehlende Kommunikation mit der Politik, Zerwürfnisse mit der Lauenauer Runde und mangelnde Programmgestaltung wurden der Verwaltung vorgeworfen, die die Kritik aber nur teilweise hinnahm.

"Die Wirtschaftsschau ist gut gelaufen"

Die Wirtschaftsschau der Samtgemeinde im April ist aus Sicht der Vorsitzenden des zuständigen Fachausschusses, Marion Passuth (SPD), ohne das Zutun ihres Gremiums organisiert worden. Die Verwaltung habe mit ihr nicht ausreichend kommuniziert. So sei es der Politik nicht möglich gewesen, Ideen einzubringen.

Erst im Februar wurde im Ausschuss für Wirtschaft und Fremdenverkehr über die Veranstaltung diskutiert. Grünen-Ratsherr Matthias Schellhaus vertrat die Ansicht, dass mehr Rahmenprogramm für Kinder einen größeren Publikumszustrom gebracht hätte.

Sven Janisch, der im Rathaus als Bindeglied zu dem Ausschuss fungiert, erwiderte, dass die Verwaltung durchaus mit dem Gewerbeverein Rodenberg und noch intensiver mit der Lauenauer Runde zusammengearbeitet hatte. Das Konzept sei bewusst mit eher geringem Rahmenprogramm versehen worden, um den Charakter einer Wirtschaftsschau nicht mit Bläserklängen oder ähnlichem zu verwässern.

Und obwohl eingangs wenig Interesse seitens der Gewerbetreibenden an der Ausstellung bestanden hatte, seien diese im Nachhinein überaus zufrieden gewesen. „Die Wirtschaftsschau ist gut gelaufen, das würde ich als Ergebnis schon so mitnehmen“, sagte Janisch.

Ausschuss hat Konzept nie erhalten

Jetzt alles schlecht zu reden, halte er für unangebracht. Dennoch räumte er ein, die Kommunikation mit dem Fachausschuss „hätte besser sein können“. „Müssen“, warf Passuth ein, die jedoch ebenfalls von einem guten Verlauf der Schau sprach.

Janisch vertrat allerdings die Meinung, dass es wenig zeitlichen Spielraum gab, auch inhaltlich wäre nicht viel mehr möglich gewesen. Besser muss im kommenden Jahr das Angebot an Speisen und Getränken im Bereich außerhalb des Sägewerks sein.

Schellhaus und Passuth monierten, dass dem Ausschuss das neue Konzept, von dem Janisch gesprochen hatte, nie vorgelegen hatte. Der Verwaltungsmitarbeiter räumte ein: Es war ein Fehler, dass das Papier den Ausschussmitgliedern nicht gleich nach Fertigstellung zugeleitet wurde. Später sei dies dann gänzlich versäumt worden. Der Lauenauer Runde sei das Konzept aber bekannt gewesen.

2021 soll alles besser werden

CDU-Ratsherr Karl-Heinz Bruns hatte noch mehr Kritik loszuwerden: Die Lauenauer Runde sei kurz davor gewesen, ihre Kooperation mit der Verwaltung abzubrechen, da sich die Gruppe in mancherlei Hinsicht verprellt fühlte. Janisch erwiderte, dass acht Gesprächstermine angesetzt worden waren, die Runde habe diese jedoch mehrfach platzen lassen. Er führte die Querelen auf interne Konflikte bei dem Lauenauer Verein zurück.

Klaus-Werner Volker (SPD) regte an, nachträglich von den Standbetreibern Rückmeldungen abzufragen, wie sie die Wirtschaftsschau erlebt haben. Dies soll die Tourismusfachkraft, Mara Bößling, übernehmen. Von den Ergebnissen erhofft sich Volker Rückschlüsse auf künftige Verbesserungen. Diesmal sei der Auftakt schleppend verlaufen, das lasse sich bis zur nächsten Schau im Jahr 2021 möglicherweise ändern.

von Guido Scholl