Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Samtgemeinde Rodenberg Sterne an Straßenlaternen
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Sterne an Straßenlaternen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:15 07.11.2012

Samtgemeinde Rodenberg (nah). Was haben Hannover und die drei hiesigen Orte gemeinsam? Es sind die Ideen der Hamburger Lichtdesignerin Wencke Tschentscher, die Lichterketten unter vorspringende Giebeldächer hängen lässt, Hausfassaden mit leuchtenden Netzen verkleidet, „mitwachsende“ Lampenreihen in Bäumen befestigt oder Laternenmasten mit Sternsymbolen verkleidet. Das Konzept ihres Unternehmens „Luminar“ überzeugte auch die hiesigen Kommunalpolitiker: Die Sammelbestellung führte zu Preisnachlässen.

Natürlich werden die von der Landeshauptstadt investierten 1,5 Millionen Euro hier zu Lande bei weitem nicht erreicht: Lauenau gibt in einem ersten Schritt 20 000 Euro für beleuchtete Hausfassaden rund um das „Rundteil“, einen Lampenschmuck an der Plaza sowie für Sternmotive an allen Laternen in der Ortsmitte. Apelern erhält für 4000 Euro eine Dekoration an 17 Straßenlampen der Hauptstraße sowie auf dem Kirchplatz. Gleiches passiert in Rodenberg für 11 000 Euro in der Langen Straße. Außer-dem erhalten dort Ratskeller und Rathaus Lichterketten.

Für die Gewerbevereine bedeutet dies eine enorme Erleichterung. Sowohl in der Deisterstadt als auch in der „Lauenauer Runde“ hatten die Verantwortlichen wiederholt über hohen Aufwand und viele Kosten geklagt. Wencke Tschentscher sieht in dem neuen System eine Ersparnis nicht nur in den auf zehn Prozent der bisherigen Aufwendungen sinkenden Stromkosten. Die kleinen Glühbirnen mit einer Leistung von nur einem Watt sind aus Plastik: „Die können schon mal herunterfallen.“

Für Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann sind die jüngsten Investitionen nur ein erster Schritt. Wenn am 30. November die Zeitschaltuhren zum ersten Mal den Leuchtimpuls geben, „können sich das alle in Ruhe angucken“. Daraus solle sich eine freie Diskussion entfalten, wo und was noch zusätzlich geschehen könnte.

Für die Lauenauer Festbeleuchtung gibt es bereits konkrete Ideen, wie Heilmann ausführte. Die Ge-meinde werde „an exponierten Lagen“ weitere Lichterketten kaufen und Hauseigentümer lediglich um die Bereitschaft bitten, den Strom zu spenden. Denen bleibe es außerdem unbenommen, den gewohnten eigenen Fassadenschmuck zu verwenden. Der kommissarische Vorsitzende der „Runde“, Klaus Kühl, aber hat für die bisherige Illumination in allen Straßenbereichen bereits Signal gegeben: „Wir hängen nichts mehr auf.“