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Samtgemeinde Rodenberg Vieles noch offen
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Vieles noch offen
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12:54 30.05.2018
Was genau in Sachen Kinderbetreuung auf die Samtgemeinde zukommt, ist derzeit noch unklar.
Was genau in Sachen Kinderbetreuung auf die Samtgemeinde zukommt, ist derzeit noch unklar. Quelle: Symbolbild: Archiv
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SAMTGEMEINDE RODENBERG

Finanziell schneiden die Kommunen nun wohl etwas besser ab. Das Land hat zugesichert, bis 2022 weitere 328 Millionen Euro in die frühkindliche Bildung fließen zu lassen. Damit kostet die Eltern-Beitragsfreiheit aller Kindergartenjahre insgesamt 1,4 Milliarden Euro.

Ob die Zahlungen an die Kommunen im Falle der Samtgemeinde Rodenberg ausreichen, um den Finanzbedarf im Bereich Kinderbetreuung nicht noch weiter anwachsen zu lassen, wird sich zeigen, wenn die Anmeldungen für das neue Kita-Jahr vorliegen. Bislang war das letzte der drei Kindergartenjahre für Eltern beitragsfrei. Bereits dies führte dazu, dass für viele Kinder plötzlich Ganztagsplätze angemeldet wurden, obwohl sie in den beiden Jahren zuvor nur fünf Stunden lang betreut wurden. Schließlich kostete solch ein Platz die Eltern nichts.

Trend zu Ganztagsplätzen

Da per Gesetz ab dem 1. August vom Eintritt in den Kindergarten bis zur Einschulung für acht tägliche Betreuungsstunden keine Gebühr mehr von den Erziehungsberechtigten erhoben wird, könnte sich dieser Trend verstärken. Achtstündige Betreuung kostet die Kommune aber mehr Geld. Somit will Hudalla noch nicht prognostizieren, wie das Ganze finanziell ausgeht.

Es gibt aber noch mehrere andere Ungereimtheiten im Umgang mit diesem von der Landesregierung eilig umgesetzten Wahlversprechen. Welche Handhabe hat die Samtgemeinde beispielsweise, wenn Eltern zwar Ganztagsplätze belegen, aber der Nachwuchs die zusätzliche Betreuungszeit nicht in Anspruch nimmt? Sollte dies mehrfach in einer Kita-Gruppe geschehen, wäre dort überflüssiges Personal zu bezahlen.

Zeitfenster wird festgelegt

Zudem muss die Politik noch entscheiden, in welches Zeitfenster die acht beitragsfeien Sunden gelegt werden. „Sonst kommen am Ende Eltern und sagen, sie wollen einen Platz von 10 bis 18 Uhr“, erklärt Hudalla. Denn solche Wünsche würden den Rahmen endgültig sprengen. Naheliegend ist daher, dass der Rat ein Zeitfenster von 8 bis 16 Uhr oder auch von 7.30 bis 15.30 Uhr beschließt. Möglicherweise wird auch eine halbe Stunde als Flexibilitäts-Puffer eingeräumt.

All dies soll vor einer Fachausschuss-Sitzung am 21. Juni mit dem Kita-Beirat vorbesprochen werden. In jener Sitzung sollen die Politiker dann auch die Beitragssätze für Krippe und Hort beschließen. Darüber hinaus müssen die Gebühren für Betreuungsstunden außerhalb des kostenlosen Zeitfensters festgelegt werden.