Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Samtgemeinde Rodenberg Weiter planlos
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Weiter planlos
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:19 20.10.2017
Quelle: pr.
SAMTGEMEINDE RODENBERG

Zuvor hatten die Politiker Informationen erhalten, die ihnen „Sorgenfalten auf die Stirn getrieben haben“, sagte Ausschussvorsitzender Klaus-Werner Volker. Daraufhin kam die Diskussion auf, die Schutzziele des Bedarfsplans zu ändern – in bestimmten Grenzen kann eine Kommune dies tun. Schutzziele stellen dar, wie schnell wie viele Feuerleute und wie viel Ausrüstung in welcher Zeit zu Einsatzorten gelangen sollen.
Im Feuerwehr-Arbeitskreis wurde vorgeschlagen, neun Einsatzkräfte nach zehn Minuten und weitere sieben Kräfte nach 15 Minuten als Schutzziel bei Wohnungsbränden festzulegen. Zu mehr sei die Samtgemeinde nicht verpflichtet. Dirk Holm-Bertelsen (WGSR) hatte Bedenken, dass sich die Kommune vom Acht-Minuten-Ziel entfernt. Verwaltungsmitarbeiter Jörg Döpke entgegnete, dass sich das genannte Schutzziel im gesetzlichen Rahmen befindet.
Jürgen Wilkening (WGSR) erinnerte daran, das einst 13 Einsatzkräfte nach acht Minuten und weitere sechs nach 15 Minute avisiert worden waren. „Da liegen wir jetzt erheblich darunter“, so Wilkening. Volker erwiderte, dass es sich um die Definition der Mindeststärke handle – das heiße nicht, dass zwangsläufig nur neun Feuerwehrleute nach zehn Minuten vor Ort sind.

Hudalla: Notwendige Festlegung

Ein zu hohes Schutzziel könne dazu führen, dass dieses zu häufig nicht erreicht wird. Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla sagte: „Das Schutzziel macht das Einsatzgeschehen nicht schlechter als es jetzt ist.“ Es handle sich um eine notwendige Festlegung. Andreas Kölle (SPD) erkundigte sich danach, ob die Feuerwehren in der Vergangenheit dieses Schutzziel in den meisten Fällen erreicht haben. Döpke formulierte es so: „Die Feuerwehrkameraden haben alle an sie gestellten Forderungen in vollem Umfang erfüllt.“
Holm-Bertelsen wünschte sich, dass die Experten, die den Bedarfsplan erstellen, noch einmal im Fachausschuss zum Thema Schutzziel vortragen. Volker und Döpke waren dagegen – dort werde dasselbe wie in der Arbeitsgruppe vorgetragen. Volker, selbst Ortsbrandmeister in Lauenau, bekräftigte noch einmal, dass sich das Schutzziel nicht auf die Feuerwehr auswirken wird, es sei eine Vorgabe für die Kommune. Deren Leistungsfähigkeit hänge in erster Linie von der Mannschaftsstärke ab. Es solle auch kein Druck auf die ehrenamtlichen Einsatzkräfte ausgeübt werden.
Holm-Bertelsens Antrag hatte dennoch Erfolg. Damit geht das Thema in eine abermalige Diskussionsrunde. gus