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Samtgemeinde Rodenberg Zahl der Badegäste in Rodenberg und Lauenau hat sich halbiert
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Zahl der Badegäste in Rodenberg und Lauenau hat sich halbiert
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09:13 08.10.2019
Die Saison ist vorbei: Bald wird das Wasser aus dem Freibad in Rodenberg gelassen. Quelle: Luisa Wellenbrock
Rodenberg/Lauenau

Wer beim Aufstehen morgens schon den Frost auf den Dächern der Nachbarhäuser erkennt, wird an das Bahnenziehen im Freibad wohl keinen Gedanken mehr verlieren. Während die Zeit für Schals und Stiefel anbricht, sind Verwaltung und Politik aber nicht nur mit den Jahresabschlüssen der Bäder beschäftigt, sondern haben auch schon ein Auge auf den kommenden Sommer.

Darum war die Saison für die Freibäder durchwachsen

Die Freibadsaison ist bei kühlen 16 Grad Wassertemperatur abgeschlossen worden. „Einige Schwimmer hielten noch durch“, sagte Fachbereichsleiter Jörg Döpke im zuständigen Ausschuss. Die Saison sei im Rückblick allerdings nicht zufriedenstellend. Im Rodenberger Freibad hatte sich die Öffnung um eine Woche verzögert, das Kinderbecken wurde sogar erst Mitte Juli befüllt.

Mitten in den Ferien mussten dann noch die Öffnungszeiten eingeschränkt werden. In diesem Zuge dankte er der DLRG Lauenau für die motivierte und qualifizierte Unterstützung.

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Weder Schwimmkurse noch andere Aktivitäten konnten angeboten werden, sagte Döpke. Für die Pflege der Anlage sei extra Personal eingestellt worden – „Auswirkungen konnte ich nicht feststellen“, befand der Fachbereichsleiter.

Viele Anschaffungen und Investitionen geplant

Insgesamt seien in der Saison rund 50.000 Besucher gezählt worden –  ein Wert, der sich nicht verstecken muss, im Vergleich zum Supersommer aber doch nur die Hälfte an Badegäste aufweist. Nun müsse beraten werden, „wie wir uns in der Saison 2020 aufstellen“, sagte Döpke.

Doch bevor diese beginnen kann, sind zahlreiche Anschaffungen und Investitionen geplant. Dies sind unter anderem neue Sonnenliegen, Tische und Stühle, Sitzbänke, Schirme und Sonnensegel. Neue Wertschränke mit Münzen sind noch nicht vorgesehen. In Rodenberg wird zudem das übernommene Grundstück am Stichweg zum Festplatz abgeräumt und eingezäunt, bevor dort eine Grünfläche angelegt wird.

Erhard Steege (RI) erkundigte sich, inwiefern die wesentlichen Kritikpunkte der Begehung der Politik mit eingeflossen sind. „Das sind Millionen, die wir da abgegangen sind“, entgegnete Döpke. So sollten zum Beispiel alle Gebäude erneuert werden. Dazu benötige die Verwaltung erst ein Konzept.

40 Jahre alte Sanitätbereiche im Rodenberger Freibad

„Da kommen wir weiter, Schritt für Schritt“, so Döpke. Auch sollen in beiden Bädern die Dusch- und WC-Anlagen erneuert werden. Im Rodenberger Freibad sind die Sanitärbereiche 40 Jahre alt. Es sei nicht verkehrt, diese zu sanieren, selbst wenn irgendwann an zweiter Stelle noch weitere Duschen gebaut werden, weil der Eingangsbereich umgebaut wird, befand Döpke. Steege fragte, wann denn „endlich“ die Planung dafür starte, der Ausschussvorsitzende Udo Meyer (WGSR) habe sich selbst damals dafür starkgemacht.

„Damals haben wir noch keine Feuerwehren und Kindergärten gebaut“, entgegnete dieser. Ins straucheln gekommen sei die Planung, weil kein Objektplaner gefunden wurde, erinnerte Meyer. Anja Niedenzu (SPD) ordnete die Priorität vom Neubau des Eingangsbereichs mit Blick auf die anderen Investitionen auch niedriger ein. von Andrea Göttling