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Auhagen „Kalte Nahwärme“ könnte kommen
Schaumburg Sachsenhagen Auhagen „Kalte Nahwärme“ könnte kommen
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16:41 25.01.2019
Symbolbild Quelle: dpa
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Auhagen

„Es sieht relativ gut aus“, sagt Heiko Monden. In 14 Tagen, so der stellvertretende Bürgermeister, fahre man nach Hannover zu einem Gespräch im Umweltministerium. Mit energieeffizienter und klimaschonender „Kalter Nahwärme“ könnte das Neubaugebiet zentral über Erdwärme mit Heizenergie versorgt werden. Was sich begrifflich (kalte Wärme) wie ein Widerspruch anhört, beschreibt eine neue Technik im Bereich Heizenergie- und Warmwasserversorgung von Wohngebäuden. Normalerweise beträgt die Vorlauftemperatur in Wärmenetzen 70 bis über 100 Grad Celsius. Im Fall der „kalten Nahwärme“, die in dicht bebauten Siedlungen zur Anwendung kommen kann, reicht eine Temperatur von acht bis 30 Grad Celsius. Wärmepumpen in den einzelnen Häusern bringen das ankommende Wasser auf die letztlich benötigte höhere Temperatur.

Zentrale Tiefbohrung

Auf die Erdwärme soll unter dem geplanten Regenrückhaltebecken westlich der Straße Auf dem Rähden zugegriffen werden. Hier soll nach Angabe von Monden eine zentrale Tiefenbohrung erfolgen. Die dort gewonnene Erdwärme wird dann über Rohre zu den einzelnen Häusern transportiert.

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Unabhängig von der Teilnahme am Modellversuch: Das Neubaugebiet ist aufgenommen im Programm „100 Prozent Klimaschutz“. Mit der Richtlinie fördert das Bundesumweltministerium Kommunen, die ihre Treibhausgasemissionen erheblich senken.

Von Vera Skamira