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Auhagen Nur Auhagen macht keine Schulden: Rat erwartet Plus für 2020
Schaumburg Sachsenhagen Auhagen Nur Auhagen macht keine Schulden: Rat erwartet Plus für 2020
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12:36 27.11.2019
Auhagen kalkuliert beim Haushalt für 2020 mit einem Plus von 39.500 Euro - und macht damit als einziger Ort in der Samtgemeinde Sachsenhagen keine Schulden. Quelle: Symbolfoto, dpa
Auhagen

„Wir sind in der Samtgemeinde die einzigen mit einem Plus“, leitete Heiko Monden (SPD) die Vorstellung des Auhäger Haushalts für 2020 ein. „Alle anderen sind dick im Minus.“ Ratsherr Kurt Blume (SPD) assistierte mit einem Augenzwinkern: „Auhagen ging es nie gut – aber heute so gut wie nie.“

Baugebiet kann kommen - und das ganz ohne Schulden

Andere Gemeinden gäben „das Geld mit vollen Händen aus“, sagte Monden, in Auhagen leiste man sich seit jeher nicht viel. Im Haushaltsplan findet sich die Prognose, dass es 2020 ein Plus von 39.500 Euro gibt.

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Was im Rat alle freute: Weil der Haushalt auch in der Vergangenheit mit schwarzen Zahlen geglänzt hat, können die Auhäger das BaugebietDühlholzkämpe-Süd“ anlegen, ohne sich dafür zu verschulden.

Für den ehrenamtlichen Bürgermeister gibt es einen Bonus

Bei den Einnahmen, die in die Auhäger Gemeindekasse fließen, beträgt der größte Posten 30.000 Euro. Dahinter steckt eine Besonderheit innerhalb der Samtgemeinde. Für Hagenburg, Sachsenhagen und Wölpinghausen stellt die Samtgemeinde einen Gemeindedirektor, der die Geschäfte der Verwaltung erledigt.

Auhagen hat einen neuen Bürgermeister

Auhagen hat Historisches erlebt: Erstmals seit einem knappen halben Jahrhundert saß nicht Kurt Blume am Kopfende, als der Rat tagte.

Heiko Monden, der Blume als Bürgermeister abgelöst hatte, führte jedoch ruhig und sicher durch die Tagesordnung. Letztlich bleibt die Moderation des Rats in der Familie: Monden ist Blumes Schwiegersohn.

In Auhagen wird dies ehrenamtlich vom Bürgermeister miterledigt, dafür gibt die Samtgemeinde einen Bonus. Unter den Ausgaben, die die Gemeinde 2020 zu erwarten hat, findet sich ein 50.000-Euro-Posten. Dies Geld fließt dafür an die Samtgemeinde, dass sie die Bauhoftätigkeiten mit erledigt. 30.000 Euro sollen ins Radwege-Netz fließen, 20.000 Euro will der Rat an die Hand nehmen, um den Dorfplatz aufzuwerten.

Kritik an der Kreis- und Samtgemeindeumlage

15.000 Euro wendet man schließlich auf, um Straßen, die sich im Besitz der Gemeinde befinden, zu reparieren. Und 6000 Euro für Defibrillatoren, die bekanntlich Leben retten können, sind auch noch in der Kasse.

SPD-Ratsfrau Brigitte Bartels-Kues merkte seufzend an, dass es „Auhagen sogar glänzend ginge, gäbe es Kreis- und Samtgemeindeumlage“ nicht. Es blieb aber bei der Anmerkung: In Auhagen weiß man sehr genau, dass es einem Kampf gegen Windmühlen gleich käme, die Umlagen abschaffen zu wollen. von Arne Boecker

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