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Auhagen Pachten statt kaufen?
Schaumburg Sachsenhagen Auhagen Pachten statt kaufen?
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17:28 22.05.2018
Quelle: pr.
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Auhagen

Betroffen sei der Bereich, der sich im Besitz der Klosterkammer befindet, sagt Bürgermeister Kurt Blume (SPD). Die sei mit der Lösung einverstanden, der Vertragsabschluss erfolge dann zwischen den neuen Bewohnern und der Klosterkammer. Statt eines Betrages beim Erwerb des Grundstückes würde eine jährliche Erbpacht fällig. Die Areale würden an die Nachkommen weitergegeben, die Verträge bei jedem Generationenwechsel neu ausgehandelt werden. Für den einen oder anderen Interessenten könnte das Modell sehr attraktiv sein, findet Blume: „Vor allem Leute mit weniger Geld könnten davon profitieren.“

Allerdings müssten die auch Nachteile in Kauf nehmen. Zu ihnen zähle etwa, dass diese Flächen im Eigentum der Kammer verblieben und nicht in denjenigen der Einwohner übergingen. Es handele sich um eine Situation, die es im Landkreis öfter gebe, etwa beim Klosterfeld in Stadthagen. Die Gemeinde erwäge auch, das Regenrückhaltebecken in diesem Bereich zu errichten, die Vertragskonstellation mit der Klosterkammer würde sich ähnlich gestalten.

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Keine teilweise Erschließung

Vom Tisch sei die Überlegung, die Erschließung des zwischen den Straßen Mühlenweg und Am Forsthaus gelegenen Geländes in mehreren Teilabschnitten zu vollziehen. Laut Blume hat das finanzielle und logistische Gründe: „Eine einmalige Erschließung dieses Bereiches einschließlich der damit verbundenen Maßnahmen wie dem Anlegen von Straßen würde um die 600 000 Euro kosten. In Einzeletappen wäre das Ganze weit teurer.“ Erhebliche Kostenfaktoren seien in diesem Fall unter anderem das Anlegen von Wendehämmern und Stichstraßen, die bei teilweiser Erschließung vorhanden sein müssten.

Fortschritte gebe es bei den bislang schwierigen Verhandlungen mit den Besitzern eines weiteren Teilbereiches, so der Bürgermeister: „Ich bin optimistisch, dass wir zu einer Einigung kommen.“ Erste Interessenten hätten sich gemeldet, so Blume, der einen Baubeginn nächstes Jahr für realistisch hält. Allerdings können potenzielle Käufer mit höheren Kosten rechnen als bislang: „Die Preise dürften bei rund 70 Euro pro Quadratmeter liegen.“ Im vorherigen Baugebiet „Lindenweg West“ waren es 55 Euro pro Quadratmeter gewesen. ano