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Hagenburg Hagenburger „Mockenbruchsweg“ wird saniert
Schaumburg Sachsenhagen Hagenburg Hagenburger „Mockenbruchsweg“ wird saniert
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23:31 03.09.2019
Der geschotterte Teil des Mockenbruchswegs, hier aus Richtung der Verbindung zwischen Reh- und Torfdamm gesehen, wird saniert. Quelle: tro
Hagenburg

Das hat der Rat in seiner Sitzung am Montag einstimmig beschlossen. – und sich damit gegen deutlich teurere Lösungen ausgesprochen. Das Paket umfasst das Abfräsen der gesamten Bankette, um das Abfließen von Wasser zu gewährleisten, ein Auffräsen der Schotterfläche, das Einarbeiten von etwa 100 Tonnen eines Mineralgemisches sowie die Pflege des Stücks über vier Jahre. Die schon heute asphaltierten Stücke des Weges am Brinkhof, die etwa zwei Drittel der Strecke ausmachen – bleiben zunächst unangetastet.

Kosten bis 200.000 Euro

Bereits vor einiger Zeit hatte die Firma Kirchner ein Sanierungskonzept ausgearbeitet, dessen Kosten sich – je nach Ausbauvariante – auf über 200.000 Euro belaufen hätten. Der Bauhof selbst schätzte die Kosten für entsprechende Arbeiten auf etwa 115.000 Euro.

Schon „seit einiger Zeit“ sei der Weg ein Thema, sagte Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier. Jetzt wolle man „den Weg so herrichten, dass er dauerhaft hält“, aber keine Unsummen verschlinge.

„Desolater Zustand in Teilbereichen“

Heiko Bothe (CDU) sprach von einem „desolaten Zustand“ des Weges, „zumindest in Teilbereichen“. Zudem erneuerte er seinen Wunsch nach dem Einholen eines weiteren Angebots durch den Bauhof für eine spätere Teerung des bereits bestehenden Asphaltwegs. „Es wäre sinnvoll, das einfließen zu lassen, um eine mögliche Beteiligung der Anlieger eruieren zu können“, sagte er.

Bereits in der vorangegangenen Sitzung des Energie-, Wirtschaftswege- und Umweltausschusses war deutlich geworden, dass die Voraussetzung dafür ist, den Asphaltbereich zu erhalten – was laut Beschluss nun geschieht. Bürgermeister Dieter Eidtmann sagte zu, ein solches Angebot einzuholen.

Schadstoffe im Asphalt

Peter Rakelbusch (CDU) sprach zudem die Schadstoffbelastung des asphaltierten Teil des Weges an. „Das Rausnehmen kostet richtig Geld“, sagte er, befürchtete aber auch eine „Verschiebung auf den jüngsten Tag“, wenn man es nicht gleich anfasse.

Ein Ingenieurbüro hatte bei einer Untersuchung des Weges Asbest festgestellt. Die Asbestfaser-Gehalte erforderten „allgemeine und besondere Schutzmaßnahmen“, heißt es. Darum sollen die bereits befestigten Flächen noch nicht angetastet werden. Wie damit umgegangen wird, werde Gegenstand künftiger Beratungen sein, so Wedemeier.

Von Thomas Rocho