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Hagenburg Kein Defibrillator für Altenhagen
Schaumburg Sachsenhagen Hagenburg Kein Defibrillator für Altenhagen
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00:23 18.03.2018
Die Abzweigung in Richtung Steinhude kommt laut Seniorenbeirat als Standort für einen Defibrillator nicht in Frage.
Die Abzweigung in Richtung Steinhude kommt laut Seniorenbeirat als Standort für einen Defibrillator nicht in Frage. Quelle: HARMENING
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HAGENBURG

„Ein solches Gerät bringt lediglich dann etwas, wenn es an öffentlichen und gut zugänglichen Orten untergebracht ist“, argumentierte Mitglied Karl-Heinz Rottenberg bei der jüngsten Sitzung im Hagenburger Rathaus. Und genau daran mangele es, erklärte der Vorsitzende Theodor Beckmann. „In Frage kommende Orte wie beispielsweise die Tankstelle Rakelbusch sind zwischenzeitlich für mehrere Stunden geschlossen.“ An Stellen wie der ebenfalls als Standort ins Auge gefassten Abzweigung nach Steinhude würden sich dagegen andere Probleme stellen. „Dort wäre ein solcher Defibrillator vielfältigen Gefahren wie Vandalismus ausgesetzt.“
Zudem müsse ein derartiges Gerät auch schnell und einfach zu erreichen sein, fuhr Rottenberg fort: „Wenn ich einen medizinischen Notfall habe, entferne ich mich doch nicht von dem Betroffenen, lasse ihn alleine, um lange durch die Gegend zu fahren.“
Der als Gast anwesende Hagenburger Bürgermeister Dieter Eidtmann wies zudem auf die gute Versorgungslage im Flecken hin, der bereits zwei dieser Geräte hat. „Das ist für einen Ort mit rund 4600 Einwohner schon recht viel.“

Standort für Wölpinghausen gesucht

Gespräche soll es zudem rund um das Thema mit dem Vorsitzenden des SV Wölpinghausen, Bernd Düllmann, geben. Dabei solle geklärt werden, ob ein Defibrillator in der dort befindlichen Turnhalle angebracht werden könne, so Beckmann.
Ob das neue Baugebiet „Am Mühlenberge“ eine seniorengerechte Einrichtung bekommt, steht momentan noch in den Sternen. Man werde sich im Ortsrat damit befassen, so Eidtmann, der aber auch auf die Konzeption des Areales hinwies: „In diesem Bereich sollen vor allem Einfamilienhäuser entstehen. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich solche Einrichtungen in dieses Konzept einbinden lassen.“
Nach Auffassung des Gremiums sollten in dem Neubaugebiet seniorengerechte und barrierefreie Wohneinheiten bereitgestellt werden. Durch Planungsvorgaben könnte nach ihren Vorstellungen ein Teil der dort ins Auge gefassten 92 Bauplätze ausschließlich für Senioren geplant werden. Aufgrund der beiden Senioren- und Pflegeheime vor Ort sei Bedarf für diese Gruppe vorhanden. ano