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Hagenburg Kommt das Bürgerhaus in Hagenburg?
Schaumburg Sachsenhagen Hagenburg Kommt das Bürgerhaus in Hagenburg?
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00:24 26.05.2019
Die Kosten für den Neubau werden auf 1,8 bis 2,2 Millionen Euro geschätzt.
Die Kosten für den Neubau werden auf 1,8 bis 2,2 Millionen Euro geschätzt. Quelle: Symbolfoto, dpa
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Hagenburg

Ein Teil der CDU-Fraktion sowie Klaus-Michael Rütten (Wählergemeinschaft) stimmten während der jüngsten Ratssitzung gegen das Projekt. Die Kosten für den Neubau werden auf etwa 1,8 bis 2,2 Millionen Euro geschätzt. Allerdings muss die Gemeinde nur ein Drittel der Summe tragen, der Rest wird als Zuschuss aus dem ISEK-Programm fließen.

Während ein neues Bürgerhaus mit 200 Sitzplätzen und Bühne auf rund 600 Quadratmetern Fläche für Bürgermeister Dieter Eidtmann (CDU) einer der integralen Bestandteile der Neuplanung der Steinhuder-Meer-Straße bildet, lehnten seine Fraktionskollegen Marc-Philipp Drewes und Peter Rakelbusch das Projekt unter anderem aus Kostengründen ab. Rakelbusch brachte für die von Eidtmann aufgezählten Veranstaltungen den „Hagenburger Hof“ als Alternative ins Gespräch.

Das Vierständer-Fachwerkhaus befindet sich bereits im Besitz der Gemeinde und ist derzeit verpachtet. Mit Blick auf den „Hagenburger Hof“ äußerte der frühere Bürgermeister Josef Vorderwülbecke (CDU) Zweifel an seiner früheren Zustimmung für ein Bürgerhaus.

Für Drewes ist der Bau einer neuen Kita wichtiger als ein Bürgerhaus. Rütten dagegen sieht den Veranstaltungsbedarf in Hagenburg nicht.

„Ich kämpfe für das Bürgerhaus“

Dagmar Hansing (SPD) bekannte sich zu einem „Haus für die Vereine, das prinzipiell jedem Bürger aus Hagenburg offen stehen sollte.“ Monika Tautz (Grüne) sprach von einer „attraktiven Entwicklungschance“ und auch Heiko Bothe (CDU) sieht in dem Neubau die Vorteile überwiegen: „Ich kämpfe für das Bürgerhaus.“ Für Jörg Zschetzsche (CDU) gehen der Nutzen und die Notwendigkeit vor dem Bedarf, er sieht die Chance, einen großen Bereich zu entwickeln. Heike Schweer (CDU) verwies unter anderem auf Veranstaltungen wie die Einschulung, für die ein solches Haus einen passenden Rahmen biete.

Bereits seit dem Jahr 2015 laufen die Diskussionen und ersten Planungen rund um einen ebenerdigen Bürgerhaus-Neubau an der Steinhuder-Meer-Straße als Ersatz für das abgängige Mehrzweckhaus. Aufgrund der hohen Kosten hatte das Thema lange auf Eis gelegen, erst die Aufnahme der Gemeinde in das Förderprogramm ISEK eröffnet aus der Sicht der Ratsmehrheit nun die Chance für einen Neubau.

Von Jan Peter Wiborg