Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Sachsenhagen Gebühren für Fehlalarme vervierfacht
Schaumburg Sachsenhagen Sachsenhagen Gebühren für Fehlalarme vervierfacht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:22 21.03.2018
Fehlalarme sind für die Feuerwehren nicht nur mit viel Arbeit und Aufwand verbunden, sie sind auch teuer.
Fehlalarme sind für die Feuerwehren nicht nur mit viel Arbeit und Aufwand verbunden, sie sind auch teuer. Quelle: dpa
Anzeige
Samtgemeinde Sachsenhagen

Mit pauschal 200 Euro hatte bisher die Samtgemeindeverwaltung Verursacher zur Kasse gebeten, im Vergleich zu den Tarifen in anderen Kommunen mehr als moderat. Im Zuge der Neugestaltung der mehr als 40 Jahre alten Gebührensatzung legte Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier in der jüngsten Sitzung ein Papier vor, nach dem künftig die missbräuchliche Alarmierung der Feuerwehren mit 600 Euro verdreifachte Kosten nach sich ziehen wird.

 „Wir haben auf die Abrechnung von Personal je Stunde verzichtet“, meinte Wedemeier. Zum Vergleich: In der Samtgemeinde Nenndorf verschickt die Verwaltung Abrechnungen über die eingesetzten Kräfte plus einer Pauschale von 500 Euro. „Und in Hannover kostet ein missbräuchlicher Alarm 2500 Euro“, wusste CDU-Ausschussmitglied Uwe Brinkmann.

Rechnung nur bei automatisch produziertem Fehlalarm

 Er brachte seitens seiner Fraktion eine Summe von 800 Euro ins Spiel, die von den Ausschussmitgliedern gebilligt wurde. Eine Gegenstimme kam von Reinhard Türnau (Grüne), der bereits die Summe von 600 Euro als Verdreifachung für zu hoch befand.

 Weiterhin keine Rechnung bekommen die Hauseigentümer, deren batterieschwache Rauchmelder in ihrer Abwesenheit Signal geben und die Nachbarn vorsichtshalber die Feuerwehr alarmieren, um in die Wohnung zu gelangen.

 Die Regelung gelte nur, wenn eine automatische Brandmeldeanlage einen Fehlalarm produziert oder jemand vorsätzlich absichtlich einen Fehlalarm produziert, teilte Wedemeier im Anschluss an die Sitzung mit. jpw