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Sachsenhagen Pfeifen aus Sachsenhagen
Schaumburg Sachsenhagen Sachsenhagen Pfeifen aus Sachsenhagen
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00:20 16.02.2019
Ein Fachmann für Pfeifen: Der Sachsenhäger Olaf Langner arbeitet mit Leidenschaft Rauchutensilien auf. Quelle: jpw
Sachsenhagen

Unter Tabakpfeifen-Fans gilt Olaf Langner aus Sachsenhagen längst als „Könner und Schatzsucher“. Der 53-Jährige hat in den vergangenen 15 Jahren mit selbst gebauten und aufgearbeiteten Pfeifen rund um den Globus einen hervorragenden Ruf erworben. So glänzend, wie die oft seltenen Stücke, die seine Werkstatt unter dem Label „Estate & Art Pipes“ in alle Welt verlassen.

Die ersten Pfeifen sind ein Urlaubs-Mitbringsel

Mit 16 faszinierte ihn das Pfeiferauchen. Aber erst mit 31 Jahren strebte Langner während eines Dänemark-Urlaubes in einen Tabakladen und kaufte sich zwei Pfeifen und ein Päckchen Tabak.

Die älteste Pfeife ist über 200 Jahre alt

Das Aufarbeiten gebrauchter Pfeifen bedeutet für ihn Kontakt mit Geschichten und Geschichte. „Die für mich schönste Pfeife, ein Exemplar aus England, stammte aus dem Jahr 1905“, sagt Langner. Noch einmal rund 100 Jahre älter war die Meerschaumpfeife, wohl das älteste Exemplar, das in seiner Werkstatt landete.

Leidenschaft bleibt Hobby

„Sammler sucht Pfeifen – Zustand egal“: Solche Zeitungsanzeigen standen 2004 am Anfang seiner zeitintensiven Leidenschaft, die aber stets Hobby bleiben wird: Im Hauptberuf arbeitet Langner als Kassenleiter bei der Samtgemeinde Sachsenhagen.

Faszination Holz

Die Liebe zum Werkstoff Bruyère-Holz, von der Baumheide aus dem Mittelmeerraum, macht für ihn viel von der Faszination aus. Diese ist sogar so groß, dass er inzwischen aus dem Holz-Überschuss Schmuck fertigt.

Auch Pfeiferauchen ist verpönt

Rund 800.000 Pfeifenraucher gibt es in Deutschland noch. Rauchen ist aufgrund der gesundheitlichen Folgen zunehmend verpönt – auch auf Pfeifentabakdosen kleben Warnhinweise. Minderjährige Besucher seiner Internetseite fordert Langner auf, diese schnell wieder zu verlassen. Der Pfeifenexperte selbst zündet sich nicht in seinem Wohnhaus, nur in seiner Werkstatt im Garten selbst eine Pfeife an.

Zwischen Pfeifenclub und Fachmessen

Den Pfeifenclub, den Langner vor rund 15 Jahren mit initiiert hatte, gibt es heute noch. Nur hat sich der Schwerpunkt aus Hagenburg ins Schaumburger Land hinein verlagert. Sechs bis zehn Männer treffen sich regelmäßig im Kaminzimmer des „Dicken Heinrichs“ in Lüdersfeld. „Dort darf geraucht werden“, schmunzelt Langner. Gemeinsam mit Frank Stollenberg und Volker Bier organisiert er zudem jährlich eine Messe mit 50 Ausstellern aus ganz Europa in Lohmar bei Köln im Mai, und besucht eine weitere Messe in Speyer im Herbst.

Ausstellung in Auhagen im März

Für Sonnabend, 30. März, von 10 bis 17 Uhr, lädt der passionierte Pfeifenfreund die Szene in den Saal der Gastwirtschaft Santorin in Auhagen ein. Mehr als zehn Aussteller haben bereits zugesagt. Zum gepflegten Tabak-Genuss gesellt sich ein Schaumburger Whisky-Händler. Über interessiertes Publikum würde sich der Sachsenhäger freuen.

von Jan Peter Wiborg