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Sachsenhagen Samtgemeinde Sachsenhagen: Kastrationspflicht für Katzen kommt
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14:20 05.09.2019
Quelle: Symbolbild, dpa
Sachsenhagen

Freilaufende Katzen in der Samtgemeinde Sachsenhagen müssen künftig kastriert und mit einem Mikrochip versehen sein. Mit dem Erlass einer entsprechenden Registrierungspflicht hat der Rat der Samtgemeinde Sachsenhagen auf Probleme mit Fundkatzen und unkontrollierter Vermehrung reagiert.

In den vergangenen Wochen waren aus der Samtgemeinde vermehrt Fundtiere ins Tierheim nach Stadthagen gebracht worden. Der Sachsenhäger Tierarzt Eberhard Anton hatte von „Brennpunkten“ gesprochen, an denen es immer wieder zu unkontrollierter Vermehrung komme.

Gleiche Verordnung wie in Stadthagen

Vor wenigen Wochen hatten Mitarbeiter des Tierheims Stadthagen 22 verwilderte Katzen – darunter viele junge oder kranke Tiere – in Wiedenbrügge eingefangen. Die Leiterin des Stadthäger Tierheims, Kerstin Kassner, sprach von „Hot Spots“ nicht nur an der Auguststraße in Wiedenbrügge, sondern auch an der Straße Beiermannschen in Hagenburg und warf der Samtgemeindeverwaltung Untätigkeit vor. 

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Auf Initiative der CDU/WGS-Gruppe beschloss der Rat nun wortgleich die Verordnung, die bereits in Stadthagen gilt. Auch die anderen Kommunen im Einzugsbereich des Tierheims Sachsenhagen haben entsprechende Verordnugnen verabschiedet. Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier berichtete, dass die Erfahrungen des Veterinäramtes und des Tierschutzes mit einer Kastrationspflicht durchaus positiv seien: „Die unkontrollierte Vermehrung wird weniger.“ Er kündigte an, dass die Samtgemeindeverwaltung gegen die „Hot Spots“ ordnungsrechtlich im Einzelfall tätig werden wird. von Jan Peter Wiborg