Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Samtgemeinde Sachsenhagen „Gemeinden müssen Gewinner sein“
Schaumburg Sachsenhagen Samtgemeinde Sachsenhagen „Gemeinden müssen Gewinner sein“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:15 27.04.2018
Anzeige
SAMTGEMEINDE SACHSENHAGEN

„Es gab insgesamt nur drei Gegenstimmen“, bilanzierte Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier während der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates.

„Mutig“ nannte CDU-Sprecher Uwe Brinkmann den Vorstoß der drei Samtgemeindebürgermeister und „sportlich“ den Terminplan für eine mögliche Fusion. Die Digitalisierung und den Fachkräftemangel bezeichnete Brinkmann als Grund, mit anderen Samtgemeinden über eine mögliche Fusion zu sprechen.

Bis 2021 unter Dach und Fach

Alles müsse aber wohl überlegt sein, meinte Brinkmann, und: „Die Gemeinden müssen als Gewinner hervorgehen.“

SPD-Fraktionssprecher Martin Golombiewski betonte die möglichen Einspareffekte einer Verbindung mit anderen Samtgemeinden, aber: „Wir müssen schauen, wo wir mit unserer Struktur am besten hinpassen.“

Bis zur Kommunalwahl 2021 müsste nach Einschätzung von Wedemeier eine mögliche Fusion unter Dach und Fach sein. Da aber der Gesetzgeber in Hannover rund ein Jahr brauche, um mögliche Ergebnisse nachzuvollziehen, blieben für Gespräche und Verhandlungen nur noch rund zwei Jahre Zeit.

Zahlen, Daten, Fakten

Wedemeier hatte darauf hingewiesen, dass vor rund 44 Jahren die Samtgemeinden dafür geschaffen worden seien, die Verwaltungsaufgaben der Gemeinden angemessen erledigen zu können. Vor diesem Thema stehen nach Ansicht des Samtgemeindebürgermeisters Verwaltung und Politik erneut.

Heiko Monden (SPD) griff sich aus dem Fahrplan des Samtgemeindebürgermeisters die Formulierung von den „Zahlen, Daten und Fakten“ heraus, die als Gesprächsgrundlage erarbeitet werden müssten. „Diese“, so unterstrich Monden, „müssten dann auch so schnell wie möglich den Bürgern mitgeteilt werden.“

Die Bürger mitnehmen

Das bekräftigte auch der Ratsvorsitzende Heiko Bothe (CDU): „Wenn wir die Bürger nicht mitnehmen, von denen wir gewählt worden sind, haben wir ein Problem.“

Für die Aufnahme von Gesprächen und die Bildung einer vorbereitenden Lenkungsgruppe gab es ein nahezu einstimmiges Votum. Nur Freddy Hinse (Grüne), der sich auch bereits in den Gremien der Stadt Sachsenhagen wiederholt ablehnend geäußert hatte, stimmte dagegen. jpw