Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Samtgemeinde Sachsenhagen Sachsenhäger zahlen mehr
Schaumburg Sachsenhagen Samtgemeinde Sachsenhagen Sachsenhäger zahlen mehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:17 29.11.2018
Symbolbild Quelle: dpa
Anzeige
Samtgemeinde Sachsenhagen

In Sachsenhagen sollen die Steuern steigen. Der dortige Rat hat bereits zugestimmt, eine Mehrbelastung von 20 Euro jährlich pro Haushalt steht an. Die Hagenburger Politik ist derweil noch dagegen, verlangt genauere Zahlen. Konkret geht es um eine Anhebung der Grundsteuern A und B auf 400 Punkte sowie der Gewerbesteuer auf 380 Punkte. Thema ist dies jüngst sowohl im Finanzausschuss der Gemeinde Hagenburg als auch im Sachsenhäger Rat gewesen.

Anzeige

"Das Geld bleibt in der Stadt"

Die Grund- und Gewerbesteuern sind erst zum Jahresanfang angehoben worden, hieß es dazu ablehnend in Hagenburg. Sprecher der CDU, SPD und der Wählergemeinschaft sprachen sich im Hagenburger Finanzausschuss gleichermaßen gegen eine Erhöhung aus.
Zustimmung dagegen gab es in Sachsenhagen, wenn auch mit viel Kritik aus allen Fraktionen. Für jeden Haushalt bedeutet die Erhöhung eine Mehrbelastung von rund 20 Euro im Jahr, hatten Sebastian Knoche (CDU) und andere Ratsmitglieder ausgerechnet. Für die Stadt ergibt sich eine Mehreinahme von rund 18 000 Euro. „Das Geld bleibt in der Stadt“, sagte Bürgermeister Ralf Hantke (SPD) – auch mit Blick auf die bald ausbleibenden Gebühren aus der Kaliverladung nach dem teilweisen Ende von K+S im Dezember (wir berichteten).

Auch spitze Abrechnung des Bauhofes ist Thema

Wie bereits in Wölpinghausen berieten die Kommunalpolitiker außerdem über den Vorstoß der Samtgemeindeverwaltung, demnächst die Verwaltungs- und Bauhofleistungen für die Mitgliedsgemeinden stundengenau abzurechnen. Das würde mehr Geld in die Kasse der Samtgemeinde spülen. Vorteil: Die nach kräftigen Investitionen und der Übernahme mehrerer Kindergärten notwendige Erhöhung der Samtgemeindeumlage würde sich in Grenzen halten.

Schwächung des Bauhofes befürchtet

Auf wenig Gegenliebe stieß dieser Vorschlag in Hagenburg. CDU-Sprecher Jörg Zschetzsche befürchtet eine „Schwächung des Bauhofes“. Mit Blick auf ehrenamtliche Verwaltungstätigkeiten der Samtgemeindemitarbeiter forderte Zschetzsche genauere Zahlen, „um weiter diskutieren zu können“. Der Sachsenhäger Rat stimmte derweil einer solchen „spitzen“ Abrechnung der Arbeiten des Bauhofes mit den Mitgliedsgemeinden zu – nicht aber einer Abrechnung der Verwaltungsleistungen. „Wir würden dabei schlecht wegkommen“, befürchtet Hantke.

Von Jan Peter Wiborg