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Samtgemeinde Sachsenhagen Samtgemeinde Sachsenhagen: Wedemeier macht das Rennen
Schaumburg Sachsenhagen Samtgemeinde Sachsenhagen Samtgemeinde Sachsenhagen: Wedemeier macht das Rennen
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00:20 29.05.2019
Amtsinhaber Jörn Wedemeier freut sich gemeinsam mit seiner Frau im Hagenburger Rathaus über den Wahlerfolg.
Amtsinhaber Jörn Wedemeier freut sich gemeinsam mit seiner Frau im Hagenburger Rathaus über den Wahlerfolg. Quelle: tro
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Samtgemeinde Sachsenhagen

CDU-Mann Jörg Zschetzsche, der als Herausforderer angetreten war, gestand die Niederlage kurz nach Verkündung der Ergebnisse ein. Schon nach der Bekanntgabe der Ergebnisse aus den ersten Wahllokalen zeichnete sich ab, was sich in den nächsten zwei Stunden nur noch geringfügig ändern sollte: Wedemeier vereinte letztlich 61,27 Prozent beziehungsweise 3010 Stimmen auf sich. Zschetzsche erreichte demnach ein Ergebnis von 38,73 Prozent, was 1903 Stimmen entspricht.

Wedemeier legt fast zehn Prozent zu

Zum Vergleich: Bei der letzten Wahl des Samtgemeindebürgermeisters im Jahr 2011 war Wedemeier mit 52 Prozent der Stimmen gewählt worden. Damals hatte er sich deutlich gegen Heiko Bothe (CDU) durchgesetzt, der auf 36,13 Prozent kam, während Ingo Harmening, der dritte Bewerber im Bunde, 11,85 Prozent der Stimmen erreichte.

Nachdem Wahlleiter Roland Reichert das – noch vorläufige – Ergebnis verkündet und dem Wahlsieger Blumen überreicht hatte, freute sich ein „voll zufriedener“ Wedemeier über das Erreichte: „Neun Prozent mehr als bei der letzten Wahl, damit kann ich leben“, sagte er. Er werte dies als Bestätigung seiner Arbeit, das Ergebnis drücke „Zufriedenheit“ seitens der Bürger aus.

Zschetzsche: "Klare Niederlage"

Zschetzsche fand im Anschluss an die Bekanntgabe deutliche Worte: „Das ist eine klare Niederlage“, sagte er. Zwar sei an ihn herangetragen worden, dass das von ihm errungene Ergebnis respektabel sei – er habe sich dennoch etwas mehr erhofft. „Jetzt drücke ich ihm (Wedemeier, d. Red.) die Daumen, dass er die Amtszeit – auch in unserem Sinne – bewältigt.“ Die Samtgemeinde-CDU wolle das Ergebnis nun analysieren und entsprechende Schlüsse daraus ziehen. Dennoch: „Man darf nicht vergessen: Die Entscheidungen trifft nach wie vor der Samtgemeinderat.“

Spätestens bei einem Blick auf die Ergebnisse in den vier Mitgliedsgemeinden und zwölf Wahlbezirken zeigte sich der deutliche Sieg Wedemeiers besonders: Er gewann in jedem der Bezirke die Mehrheit – mit einer einzigen Ausnahme: In „Hagenburg II“, weniger kryptisch: dem Wahllokal in der Schule, setzte sich Zschetzsche mit 50,30 Prozent gegenüber dem Amtsinhaber durch. Den gesamten Flecken Hagenburg zusammengenommen sah das wiederum anders aus: Dort holte Wedemeier 52,27 Prozent.

Ein Bezirk geht nicht an Wedemeier

Besonders deutlich konnte sich der Amtsinhaber dagegen in der Gemeinde Auhagen sowie der Stadt Sachsenhagen durchsetzen: Hier gewann er 73,45 beziehungsweise 72,29 Prozent der Wählerstimmen. In der Gemeinde Wölpinghausen kam Wedemeier noch auf 65,94 Prozent, Zschetzsche auf 34,06. Unter den Briefwählern stimmten 58,5 Prozent für Ersteren und 41,5 Prozent für Letztgenannten. Die Wahlbeteiligung lag samtgemeindeweit bei 62,72 Prozent (2011: 58,31).

Von Thomas Rocho