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Seeprovinz Erweiterung beschlossen
Schaumburg Sachsenhagen Seeprovinz Erweiterung beschlossen
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00:26 23.03.2018
Die Karte zeigt die potenzielle Erweiterung des Naturparks Steinhuder Meer. Quelle: Region Hannover
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Seeprovinz

Rund um Niedersachsen größtes Binnengewässer erstreckt sich der Naturpark Steinhuder Meer, unterhalten vom Kommunalverband Region Hannover. Der bislang 310 Quadratkilometer große Naturpark soll nun rund um das bestehende Gebiet um insgesamt ein Drittel vergrößert werden. Eingeschlossen ist dann unter anderem ein Landstrich südwestlich der Rehburger Berge, der Loccum, Münchehagen, den Mischwald Sündern, den Staatsforst Spießingshol und Sachsenhagen umschließt.
Die Erweiterung ist Teilaspekt eines 200 Seiten umfassenden Plans, der den Ist-Zustand des 44 Jahre alten Naturparks beschreibt und Entwicklungsschwerpunkte in der Zukunft aufzeigt: Barrierefreiheit unter dem Motto „Naturpark für alle“, Nachhaltigkeit, regionale Wertschöpfung, Natur erleben und Umweltbildung sowie Tourismus und Erholung unter dem Vorzeichen Naturverträglichkeit
Der Fachplan ist jüngst von der Regionsversammlung beschossen worden. Dem Beschluss ging ein mehrjähriger Beteiligungsprozess voran, an dem alle betroffenen Kommunen und Gremien teilnahmen. In dem Prozess kamen unter anderem Wünsche nach Erweiterung des Naturparks zum Tragen.
Seit seiner Gründung 1974 besteht der Naturpark Steinhuder Meer fast unverändert in seinen bekannten Grenzen. „Die Grenzziehung von anno 1974 war teilweise nicht mehr nachvollziehbar, und insbesondere die Entwicklung der letzten Jahre hat dazu geführt, über eine mögliche Neuabgrenzung beziehungsweise Erweiterung nachzudenken“, erklärte in der Versammlung Sonja Papenfuß, Leiterin des Fachbereichs Umwelt der Region Hannover. Verwaltungstechnische oder andere Problem sieht Papenfuß für das Vorhaben nicht. Die Fachbereichsleiterin: „Für die Erweiterung der bisherigen Naturparkgrenzen gibt es – anders als wir das von Schutzgebietsverfahren kennen – kein formelles Verfahren. Mit der Lage in einem Naturpark sind keine Restriktionen oder besonderen Vorgaben verbunden.“
Die von der Erweiterung erfassten Gebiete profitieren vor allem touristisch, können sie doch mit der Zugehörigkeit zum Naturpark werben. Eine Beschilderung werde erfolgen, so Klaus Abelmann, Pressesprecher der Region Hannover.
Nach dem erfolgten Beschluss der Regionalversammlung muss nun die Abstimmung der Region Hannover mit den Landkreispartnern Nienburg und Schaumburg erfolgen. Anschließend werde die Naturparkverwaltung den Vorschlag zur Neuabgrenzung an das zuständige Umweltministerium melden und voraussichtlich von dort eine Bestätigung erhalten, beschreibt Abelmann den weiteren Ablauf. Zukünftig werde dann in Karten des Naturparks, aber auch in der übergeordneten Planung der Naturpark Steinhuder Meer in seinen neuen Grenzen dargestellt. Diese reichen dann vom Kloster in Mariensee bis zum Kloster Loccum und verlaufen zwischen Leine und Fulde. Insgesamt wachse das Naturparkgebiet um rund ein Drittel.