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Wölpinghausen Sanierung: Zuschuss soll beantragt werden
Schaumburg Sachsenhagen Wölpinghausen Sanierung: Zuschuss soll beantragt werden
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17:04 27.03.2019
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Symbolbild Quelle: dpa
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Wölpinghausen

Nach zwei Jahren Hoffen steht fest: Für die dringend notwendige Sanierung der Sporthalle gibt keine Zuschüsse aus dem Landesprogramm „Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung“ („ZILE“). Geld soll nun aus einem anderen Topf fließen: Der Gemeinderat hat einstimmig die Beantragung von Mitteln aus dem Sportstättenförderungsprogramm beschlossen, jüngst aufgelegt vom Land Niedersachsen. 400 000 Euro könnte der Zuschuss betragen. Dies entspricht einer Zuschussquote von 80 Prozent (bei zuschussfähigen Kosten in Höhe von 500 000 Euro), die finanzschwache Gemeinden wie Wölpinghausen erhalten können, teilte Gemeindedirektor Dirk Hesterberg in der jüngsten Ratssitzung mit.

Die Halle besitzt nur eine Umkleide

Für eine Bewilligung spricht auch der Zustand der Halle – nicht unbedingt die Bausubstanz, sondern die Ausrüstung. Die kleine Halle besitzt nur eine einzige Umkleide und zwar im Keller. Das muss sich ändern. Es soll einen ebenerdigen Anbau an die Sporthalle geben, auch zur Unterbringung großer und barrierefreier sanitärer Anlagen inklusive einer Toilette für Menschen mit Behinderung. Auch die Wärmedämmung der Halle oder eine neue Heizungsanlage wären notwendig, ebenso eine Dachsanierung – eigentlich auch für den benachbarten Gebäudeteil „Kleine Freiheit“, in dem das Projekt für Kultur und Soziales Steinhuder Meer (KuS) untergebracht ist. 744 000 Euro hatte man seinerzeit beim „ZILE“-Antrag als gesamte Sanierungssumme genannt.

Neue Gesamtsumme beträgt 680000 Euro

Für den neuen Antrag – die Antragsfrist endet am 31. Mai – müssen die Kosten schrumpfen. Die „Kleine Freiheit“ ist darum raus aus dem Sanierungskonzept. Die neue Gesamtsumme nannte Hesterberg mit 680 000 Euro. Wird der maximale Landeszuschuss bewilligt, bleiben vor Ort 280 000 Euro zu finanzieren. Jeweils 140 000 Euro wolle man als Investitionskostenzuschuss bei der Samtgemeinde und beim Landkreis beantragen.

"Jeden Rettungsring auffangen"

Über die Beantragung des Landeszuschusses musste nicht diskutiert werden. Nach der „ZILE“-Hängepartie müsse man „nach vorn gucken“, machte Ratsherr Bernd Fröhlich (SPD) Mut. „Wir müssen jeden Rettungsring auffangen, den man uns entgegenwirft“, verbildlichte Uwe Brinkmann (CDU) die prekäre bauliche Situation und Ausstattung der Sportstätte.
Dass nur eine einzige Umkleide existiere, stieß einem Zuhörer in der Bürgerfragestunde besonders auf. Im Hinblick auf das Thema Pädophilie können es nicht sein, „dass 14-jährige Kinder sich gemeinsam mit erwachsenen Männern umziehen müssen“. Das sah Sabine Bulthaup (CDU) als ein gewichtiges Argument für eine Sanierungsbezuschussung: „Ab damit in den Antrag.“

Von Vera Skamira