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Hagenburg Neue Brücke wird flacher gebaut
Schaumburg Seeprovinz Hagenburg Neue Brücke wird flacher gebaut
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18:04 25.02.2019
Flacher als die alte Brücke im Bild wird die neue Überquerung über den Hagenburger Kanal gebaut. Quelle: jpw
Hagenburg

Nach rund 25 Jahren muss ein Hagenburger Wahrzeichen erneuert werden. Als solches sieht zumindest der frühere Bürgermeister Josef Vorderwülbecke (CDU) die Brücke über den Hagenburger Kanal. Die anderen Mitglieder des Hagenburger Rates sind ähnlicher Ansicht. Ein Neubau der Brücke ist beschlossen. Sie soll mit eine flachere Neigung aufweisen.

Umweg durch den Schlosspark keine Alternative

Eine erste Überlegung, die marode Brücke über den Kanal nicht mehr zu erneuern und Fußgänger und Fahrradfahrer künftig den Umweg durch den Schlosspark nehmen zu lassen, wurde nicht weiter verfolgt. Dieser wäre zwar auf jeden Fall barrierefrei; niemand müsste Steigung und Gefälle überwinden. Aber auf den Neubau der Brücke wollte niemand im Rat verzichten, zumal aus der Leader-Förderung 23 100 Euro und vom Landkreis Schaumburg 10 000 Euro als Zuschuss fließen; 10 000 Euro muss die Gemeinde selbst tragen. Mit den Zuschüssen ist die Verwendung heimischer Hölzer verbunden, wie Tim Lippmann und Bernd Lohaus vom Ingenieurbüro Kirchner während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses verdeutlichten. „Holzbretter mit Rillen“ will Lippmann als Belag verwenden, ähnlich der Brücken an der Steinhuder Promenade.

Durchfahrtshöhe muss gewahrt werden

So ganz barrierefrei, sprich möglichst flach gewölbt, ist der von Lippmann vorgestellte Neubau nicht, – weil vom Kanal aus eine Durchfahrtshöhe von 1,60 Meter gewährleistet bleiben muss. Die fast 20 prozentige Steigung und entsprechend das 20-prozentige Gefälle der bisherigen Brücke wird bei der Nachfolgerin zumindest halbiert. Für völlige Barrierefreiheit „müsste die Brücke doppelt so lang werdne“, meinte Lippmann. Das würde jedoch „jeden finanziellen Rahmen sprengen.“

Brücke soll im Sommer gebaut werden

Lohaus prognostizierte der neuen Brücke eine Lebenszeit von rund 25 Jahren. Wobei die gegenwärtige Brücke dieses Alter nur durch einige Abstützungen bei den Pfählen erreicht hat, meinte Gemeindedirektor Jörn Wedemeier. Für einen besseren Schutz der im Wasser stehenden Hölzer, zum Beispiel mit einer Manschette, setzte sich Vorderwülbecke ein.
Wedemeier vermutete, dass der Neubau der Brücke in die Sommersaison fallen wird und sah darin einen positiven Aspekt: „Wenigstens werden auf diese Weise mehr Radfahrer am Moorgartencafé vorbeifahren und durch den Schlosspark fahren.“

Von Jan Peter Wiborg