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Stadthagen Ortsteile Keine Investitionen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Ortsteile Keine Investitionen
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11:53 21.02.2018
Die städtischen Sparbemühungen haben auch Auswirkungen auf das Sporthaus Obernwöhren/Wendthagen. Die eigentlich für dieses Jahr geplante Erneuerung der Heizung wird verschoben.
Die städtischen Sparbemühungen haben auch Auswirkungen auf das Sporthaus Obernwöhren/Wendthagen. Die eigentlich für dieses Jahr geplante Erneuerung der Heizung wird verschoben. Quelle: rg
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Wendthagen-Ehlen

„Ich habe nichts Positives für die Ortschaft zu verkünden“, bekundete Kämmerer Jörg Schädel während der jüngsten Sitzung des Ortsrates bei der Vorstellung des städtischen Etats. Ein Hintergrund sind die Sparbemühungen mit Blick auf die angespannte Lage der Stadtfinanzen. Die Ortsratsmitglieder nahmen die Präsentation des Haushalts ohne Diskussion einmütig zur Kenntnis.

 Von den Sparmaßnahmen des Haushaltssicherungskonzeptes betroffen ist das Sporthaus Obernwöhren/Wendthagen. Die ursprünglich für dieses Jahr geplante Erneuerung „der eigentlich in die Jahre gekommenen Heizung“, so Schädel, werde auf unbestimmte Zeit verschoben. Akut sei der Bedarf nicht. Die Kosten werden auf 34.000 Euro kalkuliert. Weitere Auswirkungen auf Wendthagen werde das Haushaltssicherungskonzept, das vom Rat am 5. März verabschiedet werden soll, nicht haben, versicherte Schädel.

 Einziger großer Posten im für die laufenden Ausgaben vorgesehenen Ergebnishaushalt sind die Aufwendungen für den Wendthäger Kindergarten, für den 2018 rund 490.000 Euro zu Buche schlagen. An Verfügungsmitteln zur Verteilung an Vereine erhält der Ortsrat in diesem Jahr 2900 Euro.

Feuerwehr muss sich sputen

Siegfried Voigt (SPD) kündigte an, dass die Feuerwehr Wendthagen vor Verabschiedung des Haushalts mutmaßlich noch einen Zuschussantrag stellen wird. Dabei gehe es um die Pflasterung eines Parkplatzes vor dem Gerätehaus. „Wir haben der Feuerwehr gesagt, dass sie sich sputen muss, damit das Geld noch im Etat 2018 eingestellt werden kann“, so Voigt.

Ortsbürgermeisterin Ulrike Koller (SPD) bestätigte, dass die Feuerwehr die Pflasterung benötige: „Der jetzige Schotterzustand ist auf Dauer nicht zu halten.“

 Schädel nannte bei seiner Präsentation zentrale Daten der städtischen Etatplanung. Der Haushalt sei momentan noch mit einem Defizit von 1,8 Millionen Euro geplant. Nach derzeitiger Kalkulation werden sich die Fehlbeträge bis zum Jahr 2021 auf rund sechs Millionen Euro summieren.

Eine Rücklage gebe es nicht mehr. Alle geplanten Investitionen in Höhe von rund fünf Millionen Euro müssten durch Kredite finanziert werden. Die Investitionen würden im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Millionen Euro geringer ausfallen. Man wolle sich dabei auf die Bereiche Stadtentwicklung, den Straßennachausbau, den Kita-Neubau und das Baugebiet „An der Sandkuhle“ konzentrieren. ssr