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Stadthagen Ortsteile Romantic Garden: Das gab es beim Parkfestival zu erleben
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Ortsteile Romantic Garden: Das gab es beim Parkfestival zu erleben
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10:05 12.08.2019
Die viele Kultur und die zahlreichen Stände beim Romantic Garden auf dem Rittergut Remeringhausen können ganz schön müde machen. Da kommen die bequemen Holzsessel vielen recht. Quelle: Arne Boecker
Remeringhausen

Über 200 Jahre hat dieser Park auf dem Buckel, aber alt und schwächlich wirkt auf dem von Mauern, Gebäuden und Wassergräben umgebenen Gelände gar nichts.

Tausende Gäste bei Parkfestival auf dem Rittergut Remeringhausen

In den vergangenen 20 Jahren hat der Park noch einmal an Attraktivität zugelegt, weil seine Besitzer, die von Schönings, beschlossen haben, ihn einmal im Jahr in Romantic Garden umzutaufen. Dann laden sie Park- und Gartenfans ein, sich auf dem Rittergut Remeringhausen drei Tage lang von seiner Kraft und Schönheit zu überzeugen.

Romantic Garden 2019: Das Festival in Bildern

Bei trockenem, meist schönem Wetter haben jetzt wieder Tausende das Angebot der von Schönings genutzt. Nur der böige Wind, der Sand und Staub verwirbelte, störte gelegentlich.

100 Aussteller: Mode aus Alpakawolle und Pralinen aus Italien

Etwas mehr als 100 Aussteller haben sich in diesem Jahr an Romantic Garden beteiligt, unter anderem aus den Bereichen Kleidung, Garten, Einrichtung sowie Essen und Trinken. Die Liste der Aussteller reichte von A (wie Artisans und Fashion, das ist Mode aus Alpakawolle und peruanischer Baumwolle) bis Z (wie die Firma Zäune und Tore).

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Auf dem Rundgang durch den Park gab es auf ein paar Metern so viel zu sehen und zu entdecken, dass sich das Weiterschlendern deutlich hinauszögerte. Erst lauerten Elkas Spezialitäten am Wegesrand. Elka hat Mandelgebäck aus der Toskana im Angebot, das ohne Mehl und Milch produziert wird, dazu leckere Pralinen aus dem italienischen Piemont.

Herwyn Ehlers informiert bei Führungen über das Gelände

Die Mitarbeiter der Käsealm Maria Moosbrugger raten sprachmächtig zu „18 Jahre gereiftem Käse“. Auf der Tafel ist zu lesen, dass die Käsealm außerdem Knoblauchspeck vermarktet, den sie als „kussecht“ bezeichnet.

Bei all der Schlemmerei kam die Bildung nicht zu kurz, auch sie allerdings aufbereitet in Wissens-Häppchen. Die bot Herwyn Ehlers an, der mehrmals am Tag über das Gelände führte. „Der Park ist so, wie er heute aussieht, im Jahr 2000 gestaltet worden“, erzählt er, „natürlich auf der Grundlage eines denkmalpflegerischen Gutachtens.“

Unter anderem schmückten Blutbuchen und Trauerweiden den Park, erzählte Ehlers. Die Bezeichnung eines Baums, der schon ein bisschen marode ist und seine Krone verloren hat, ließ Ehlers die Mitläufer raten. Es zeigte sich, dass er mit Profis unterwegs war: „Esskastanie“ kam die fixe Antwort.

Vom Landwirtschafts-Betrieb zum Besucher-Magnet

Park- und Guts-Chef Nicolaus von Schöning zeigte sich mit dem Verlauf des Romantic-Garden-Festivals, des 19. seiner Art seit 2000, sehr zufrieden. „Es fügt sich zusammen mit den anderen Veranstaltungen, die wir übers Jahr anbieten, zu einem Konzept“, erklärte er. Vereinfacht gesagt: Die Veranstaltungen helfen finanziell, die Erhaltung von Gut und Park zu sichern.

Remeringhausen hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren einen Namen gemacht, Nicolaus von Schöning erinnert an die anstrengenden Anfänge: „Früher haben sich hier die Maschinen im Schlamm festgefahren.“ Bevor die Familie das Areal wach küsste, war es eben nicht mehr als ein landwirtschaftlicher Betrieb. von Arne Boecker

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