Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadthagen Ortsteile Wendthäger Ortswehr lehnt Viererfusion an der Bergkette ab
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Ortsteile

Wendthäger Ortswehr lehnt Viererfusion ab und fordert neues Gerätehaus

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:08 06.07.2020
Das Gerätehaus müsste saniert werden.
Quelle: rg
Anzeige
Wendthagen

Der Ortsrat will einmütig den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Wendthagen. Das Gremium forderte die Verwaltung auf, bis zur nächsten Sitzung einen Vorschlag zu unterbreiten, wo und zu welchen Kosten ein neues Gerätehaus entstehen kann. Der Ortsrat machte klar, damit die Ortsfeuerwehr zu unterstützen, die sich ebenfalls für einen Neubau einsetzt.

In der Ortsratssitzung hatte Uwe Matulinski namens der Verwaltung ausgeführt, dass am bestehenden Gebäude durch Erdabsenkungen starke Risse im Gemäuer vorhanden seien. Diese seien mit Spachtelmasse verfüllt worden, um das Fortschreiten der Rissbildungen exakt nachverfolgen zu können. Auch das Dach sei sanierungsbedürftig. Mit Blick auf den kommenden Winter sei damit zu rechnen, dass das Dach eventuellen Schneelasten nicht mehr standhalten wird. Eine Sanierung würde nach Angaben von Matulinski rund 100.000 Euro kosten.

Verwaltung über Mängel informiert

Daraufhin machte der Wendthäger Ortsbrandmeister Martin Buhr deutlich, dass die Ortswehr die Verwaltung schon vor drei Jahren über die genannten Mängel informiert habe. Anlass sei damals der Beginn der Arbeiten für den stadtweiten Feuerwehrbedarfsplan gewesen. Auch sei die Verwaltung darauf hingewiesen worden, dass die baulichen Gegebenheiten des Gerätehauses nicht mehr den heutigen Richtlinien entsprechen würden und deswegen ein Neubau unabdingbar sei.

Er selber, so Buhr weiter, habe damals auch darauf hingewiesen, dass eine Fusion der Wendthäger Wehr mit der benachbarten Ortswehr Krebshagen/Hörkamp-Langenbruch eventuell eine Option sein könnte und man den Neubau an einer zentralen Stelle zwischen Wendthagen-Ehlen, Krebshagen und Hörkamp-Langenbruch vornehmen könnte. Diese Option könne aber nicht mehr zum Tragen kommen, da zwischenzeitlich eine Fusion der Ortswehren Krebshagen/Hörkamp-Langenbruch, Obernwöhren und Reinsen beschlossen worden ist. Für diese geplante Ortswehr soll ein neues Gerätehaus gebaut werden.

Viel Wald mache zwei Feuerwehren notwendig

In jüngerer Zeit habe die Verwaltung bei der Ortswehr Wendthagen vorgefühlt, ob nicht eventuell eine Viererfusion aller Ortswehren an der Bergkette infrage kommen könnte. Auf diese Weise könnte der Neubau eines gemeinsamen Gerätehauses insgesamt kostengünstiger ausfallen. Dies ist nach den Worten von Buhr für die Wendthäger Ortswehr aber ausgeschlossen.

In einer vor einer Woche durchgeführten Sitzung des Einsatzkommandos sei eine solche Fusion in geheimer Abstimmung abgelehnt worden. Hauptargument: An der Bergkette müssen nach Überzeugung des Ortskommandos aufgrund des großen Waldbestandes zwei schlagkräftige Wehren vorhanden sein. Diese diene der Sicherheit aller.

Zudem gebe es einen Beschluss des Rates in Zusammenhang mit dem Feuerwehrbedarfsplan, dass in Wendthagen eine eigenständige Stützpunktfeuerwehr erhalten bleiben muss. An dieser Stelle bekundete Ortsbürgermeisterin Ulrike Koller (SPD), dass der Erhalt der eigenständigen Wehr Wille der gesamten Bürgerschaft sei. Von Stefan Rothe