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Stadthagen Stadt 14-Jähriger stürzt schwer beim „Drecks Jam“
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt 14-Jähriger stürzt schwer beim „Drecks Jam“
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17:54 21.05.2018
Beim Hochsprung versuchen die jungen Radsportler, sich gegenseitig zu überbieten. 
Beim Hochsprung versuchen die jungen Radsportler, sich gegenseitig zu überbieten.  Quelle: geb
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Stadthagen

Rund 20 Jugendliche nahmen am Sonnabend mit ihren BMX oder Mountainbikes an der ersten öffentlichen Veranstaltung der Stadtjugendpflege auf dem Gelände teil. Kein verbindlicher Wettkampf um Punkte oder Preise, sondern ein spaßiges Wetteifern um die höchsten Sprünge und besten Tricks sollte der „Drecks Jam“ sein, wie Eva Beck von der Stadtjugendpflege erklärt.

Dass dieser auch mit Helm und Protektoren nicht harmlos ist, zeigte sich am Nachmittag. Ein 14-Jähriger aus Löhne, dem Vernehmen nach ein guter Fahrer und in der lokalen Szene nicht unbekannt, versuchte sich an einem anspruchsvollen Trick auf dem großen Hügel. In der Luft verlor er die Kontrolle über sein Rad und schlug mit dem Körper seitlich auf dem Boden auf. Rettungssanitäter des Arbeiter-Samariter-Bundes waren sofort zur Stelle. Der darauf alarmierte Rettungsdienst trug den Verletzten wenig später auf einer Trage fixiert vom Gelände und versorgte ihn vor der Fahrt ins Klinikum zunächst im Rettungswagen. Ansprechbar und zum Teil orientiert sei der Jugendliche noch gewesen, zur Schwere der Verletzungen dürfen die Einsatzkräfte aber keine Angaben machen.

Ein risikoreicher Sport

„Er hat sich an einem No-Foot-Can-Can versucht, wollte also in der Luft ein Bein seitlich über das Rad schwingen“, sagt Teilnehmer Tim Strickland zu dem Unfall. Seine eigenen Blessuren hat der 18-Jährige vorsorglich mit Handgelenk- und Beinschiene geschützt. Helme tragen alle Fahrer, manche Knieschützer unter der Jeans. „Auch das Schlüsselbein habe ich mir bei einem Sprung schon einmal gebrochen“, erzählt der Sportler.

Ihren lockeren Wettstreit setzte die Truppe später dennoch fort. Wie beim klassischen Hochsprung versuchten die Radfahrer, mit viel Schwung und Geschick über eine Latte auf einem der Hügel zu springen und schraubten die beachtliche Höhe kontinuierlich nach oben.

Zu den eher wenigen Zuschauern des Spektakels zählte auch Bürgermeister Oliver Theiß, der auch trotz des jüngsten Unfalls weiter an das Projekt glaubt. Jeder werde am Eingang der umzäunten Anlage über eine Tafel auf die Regeln und Sicherheitsbestimmungen hingewiesen. „Es ist eben kein ungefährlicher Sport. Mir haben aber auch Eltern gesagt, dass sie das Hobby ihrer Kinder unterstützen“, sagt Theiß. geb