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Stadthagen Stadt Zwei Brände in Stadthagens Altstadt: 200 Einsatzkräfte bekämpfen Flammen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Zwei Brände in Stadthagens Altstadt: 200 Einsatzkräfte bekämpfen Flammen
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16:43 02.04.2019
An der Ecke Krumme Straße/Schulstraße steht eine Wohnung im zweiten Obergeschoss und der Dachstuhl in Flammen. Quelle: sk
Stadthagen

Am Sonntagmorgen wurde gegen 03.40 Uhr in Stadthagen Großalarm für Feuerwehr, Rettungskräfte und Polizei ausgelöst. In der Echternstraße 39, mitten in der Altstadt, schlugen meterhoch Flammen aus einer Wohnung im 2. Obergeschoss. Wenige Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Polizeibeamte am Brandort ein und drangen in das Wohn- und Geschäftshaus ein. Während die Bewohner in den beiden Obergeschossen lautstark geweckt wurden, gelangte eine 36-jährige Beamtin der Polizei Stadthagen bis in das 2. Obergeschoss und konnte hier einen direkt vor der betroffenen Wohnung sitzenden Mann aus dem Haus retten. Beide wurden mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation in ein Krankenhaus gebracht.

Während die Polizeibeamtin nach einer gründlichen Untersuchung und ambulanter Behandlung wieder zur Dienststelle zurückkehrte, musste der Gerettete stationär im Klinikum verbleiben. Bei dem Schwerverletzten handelte es sich um den 73-jährigen Bewohner der ausgebrannten Wohnung. Die unter schwerem Atemschutz in die brennende Wohnung eingedrungenen Feuerwehrleute fanden hier eine weitere, leblose Person vor. Trotz sofortiger Reanimation in einem Rettungswagen verstarb der Mann.

Mehrere Rettungswagen im Einsatz

Sechs weitere Personen wurden ambulant wegen des Verdachtes auf Rauchgasvergiftung behandelt, mussten jedoch nicht ins Krankenhaus. Die Rettungsleitstelle hatte den "Massenanfall von Verletzten" (MANV10) ausgelöst. Mehrere Rettungswagen, Notärzte sowie etwa 120 Feuerwehrleute aus Stadthagen und den umliegenden Wehren kamen zum Einsatz. Die Drehleiter aus Bückeburg unterstützte in der Echternstraße. Über diesen Weg wurde ein Bewohner aus dem Obergeschoss gerettet. Die Tatortgruppe der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg nahm die Ermittlungen auf. Zur Brandursache sowie zur Person des Verstorbenen kann die Polizei zurzeit noch keine Angaben machen.

Die Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungskräften waren gerade eingerückt und viele der ehrenamtlichen Brandbekämpfer freuten sich auf ein gemeinsames Frühstück mit der Familie, als erneut Großalarm ausgelöst wurde. Gegen 7.20 Uhr meldete ein Bewohner eines Wohn- und Geschäftshauses in der Krummen Straße, direkt am Eingang zur Stadthäger Altstadt, einen Brand. Auch hier waren als erstes Polizeibeamte vor Ort, die gemeinsam mit den ersten Feuerwehrleuten die Bewohner evakuierten.

Feuerwehren aus dem Umkreis zusammengezogen

Wie am frühen Morgen brannte auch hier eine Wohnung im 2. Obergeschoss. Die Flammen setzten sich schnell im Dachstuhl fest, sodass in kürzester Zeit der gesamte Gebäudekomplex in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ebenfalls wie zuvor wurde der MANV-Fall (MANV 10) ausgelöst. Neben zwei Notärzten, fünf Rettungswagen wurden nun alle Feuerwehren der Stadt sowie alle Ortsfeuerwehren alarmiert. Die Feuerwehr Meerbeck-Niedernwöhren, die Drehleitern aus Bückeburg und Bad Nenndorf sowie die Kreisfeuerwehr unterstützen bei der Brandbekämpfung sowie bei Absperr- und Versorgungsmaßnahmen.
Zusammen waren weit über 200 Kräfte im Einsatz.

Insgesamt 16 Personen wurden bei dem Einsatz verletzt, drei Feuerwehrleute mussten wegen unterschiedlicher Verletzungen behandelt werden, die anderen Verletzten erlitten leichtere Rauchgasvergiftungen, die nahezu alle ambulant vor Ort behandelt werden konnten.

Brandursache noch nicht geklärt

Bei der Ermittlung zu den Brandursachen laufen die Untersuchungen am ersten Vorfallsort auch im Hinblick auf die Klärung der Todesursache am Sonntag weiter auf Hochtouren. Der zweite Brandort ist zunächst wegen akuter Einsturzgefahr nicht zu betreten.

Die Krumme Straße ist bis auf Weiteres ab der Lauenhäger Straße gesperrt, der Verkehr wird umgeleitet. Von der anderen Seite ist die Zufahrt zur Krummen Straße nicht mehr möglich.

vin, r