Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadthagen Stadt 3,6 Millionen Euro für Straßennachausbau
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt 3,6 Millionen Euro für Straßennachausbau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:49 11.06.2019
Die Adolf-Schweer-Straße im Villenviertel ist eine der maroden Straßen, die im Zeitabschnitt von 2022 bis 2026 nachausgebaut werden soll. Quelle: rg
Stadthagen

Die Prioritätenliste für den genannten Zeitabschnitt soll in der nächsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses zur Entscheidung vorgelegt werden.

Für das Jahr 2022 ist der Nachausbau der Straßen Am Johannishof (Kosten inklusive Kanalsanierung: 530 000 Euro) und Försterkamp (320 000 Euro) geplant. Die Straße Am Johannishof stammt aus den fünfziger Jahren, die Fahrbahn ist nach Einschätzung des Bauamtes abgängig, an den Seiten befinden sich Rotgrandstreifen. Die Kanalisation soll auf ein Trennsystem umgestellt werden, da der vorhandene Mischwasserkanal bei Starkregen überlastet ist. Beim Försterkamp handelt es sich um eine Straße aus den sechziger Jahren. Die Fahrbahn ist sehr uneben, wie es in der Tischvorlage der Verwaltung heißt: „Die Betonborde beginnen zu verfallen und die Gehwege sind teilweise abgesackt.“ Die Kanalisation muss teilweise repariert werden.

Im Jahr 2023 sollen die Straßen Am Hang (620 000 Euro) und Im Ellernkamp (175 000 Euro) drankommen. Die Straße Am Hang ist knapp 50 Jahre alt, die Fahrbahn ist laut Bauamt abgängig, auch die Kanalisation ist sanierungsbedürftig. Die Straße Im Ellernkamp wurde in den fünfziger Jahren gebaut, Fahrbahn und Seitenanlagen sind kaputt. Der Zustand der Kanalisation muss erst noch geprüft werden.

2024 kommt die Bleekstraße dran

Für das Jahr 2024 ist der Nachausbau der Bleekstraße (320 000 Euro) ins Auge gefasst. „Bei dieser bituminös befestigten Straße löst sich die Oberfläche auf“, schreibt das Bauamt. Seitenanlagen sind nicht vorhanden. Da der Unterbau bis auf einige Stellen noch in Ordnung sei, solle „kostengünstig eine acht- bis zehn Zentimeter dicke Tragdeckschicht aufgebracht werden“. Kosten für die Regenwasserkanalisation fallen nicht an, da hier Straßengräben vorhanden sind. Die Schmutzwasserkanäle müssen erst noch untersucht werden.

In den Jahren 2025 und 2026 sind drei reichlich marode Straßen im Villen-Viertel dran: die Adolf-Schweer Straße (650 000 Euro), die Georg-Bartels-Straße (360 000 Euro) und die Bürgermeister-Ocker-Straße (650 000 Euro). Die Straßen in diesem Viertel wurden in den dreißiger Jahren gebaut. Die Straßenoberfläche einschließlich der Sandsteingossen und Borde sowie Teile der Gehwege sind nach Darstellung des Bauamtes abgängig. Die Kanalisation müsse erst noch untersucht werden. „Es ist jedoch davon auszugehen, dass hier eine Komplettsanierung durchgeführt werden muss“, heißt es in der Vorlage.

Außerhalb des Zeitabschnitts 2022-2026, über den der Ausschuss zu entscheiden hat, sollen anschließend noch zwei weitere Straßen im Villenviertel nachausgebaut werden: die Emil-Biegel-Straße (300 000 Euro) und die Wilhelm-Bartels-Straße (400 000 Euro).

Bis 2022 werden noch 1,4 Millionen ausgegeben

Bis zum Jahr 2022 werden noch folgende Projekte angefasst: Anfang dieser Woche ist der Nachausbau der Magdalenen- und der Karolinenstraße gestartet. Die Fertigstellung ist für Ende November geplant. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt rund 400 000 Euro. In diesem Jahr soll weiterhin die Errichtung der Baustraße im Baugebiet „Bergholz“ vorgenommen werden – einschließlich Kanalbau. Dort erfolgt derzeit die Ausschreibungsphase. Die Kosten werden mit 130 000 Euro taxiert. Ebenfalls in diesem Jahr wird die Verbindungsstraße im Sanierungsgebiet „Südlich des Tulpenwegs“ ausgebaut (260 000 Euro). Für das Jahr 2020 ist der Nachausbau der Hedwigstraße (590 000 Euro) eingeplant.

Die öffentliche Sitzung des Planungs- und Bauausschusses ist am Donnerstag, 13. Juni, um 18 Uhr, im Ratssaal (Rathaus, 3. Obergeschoss). Von Stefan Rothe