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Stadthagen Stadt 71 000 Euro mehr für die Stadtkasse
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt 71 000 Euro mehr für die Stadtkasse
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00:26 21.04.2018
Quelle: archiv
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STADTHAGEN

Auf der Tagesordnung steht für die Ratsmitglieder die Änderung der Eintrittspreise für die Sauna im Tropicana zum 1. Juni. Das hat der Aufsichtsrat der Wirtschaftsbetriebe Stadthagen der Gesellschafterversammlung in seiner März-Sitzung empfohlen. Durch die fünfprozentige Erhöhung werden Mehreinnahmen von rund 25 000 Euro erwartet – falls die Besucherzahlen konstant gehalten werden können. Denn die Wirtschaftsbetriebe machen auch auf die gestiegene Zahl der Mitbewerber hin, so etwa die „Wasserwelt“ in Langenhagen oder das „Balneon“ in Neustadt am Rübenberge.

Die günstige Preisgestaltung dort „ziele strategisch darauf ab, Besucher von Mitbewerbern“ wie dem Tropicana „abzuwerben“. Die Erhöhung der Eintrittspreise zum jetzigen Zeitpunkt werde dieses Ziel noch befeuern und gerade auf Kunden aus Hannover und Nienburg Wirkung zeigen, so die Befürchtung. „Bei einer Preiserhöhung besteht natürlich immer das Risiko, dass Kunden wegbleiben“, sagt Geschäftsführer Helmut Kirchhöfer.

Deswegen sei bei der Aufstellung des Wirtschaftsplanes 2018 auch von einer Erhöhung der Eintrittspreise für das Schwimmbad und die Sauna abgesehen worden. Zuletzt waren die Saunatarife zum Januar 2016 infolge der Umsatzsteuererhöhung von 7 auf 19 Prozent angehoben worden, dafür letztmalig 2013. „Seit damals haben wir also nicht mehr auf die beispielsweise gestiegenen Personalkosten reagiert“, betont Kirchhöfer.

Tarif für Jugendliche soll bleiben

Im Rahmen der Konsolidierungsmaßnahmen der Stadt wird der Zuschuss für das Tropicana um 70 000 Euro gekürzt. Deswegen sei man auf Mehreinnahmen angewiesen. Für 2018 haben die Wirtschaftsbetriebe – ohne Preisanstieg – mit Sauna-Umsatzerlösen von 500 000 Euro gerechnet.

Erwachsene sollen künftig unter der Woche bis 14 Uhr 16,80 Euro (+80 Cent), danach 19,80 (+90 Cent) sowie 21,50 Euro (+ein Euro) an den Wochenenden. Da Jugendliche nur einen Anteil von 1,2 Prozent am Besucheraufkommen haben und damit eine Preiserhöhung kaum Wirkung auf das Ergebnis hätte, soll der Tarif unverändert bei 11 Euro bleiben.

Außerdem möchte die Stadt ihre Vergnügungssteuersatzung ändern. Zum 1. Januar 2016 war bei den Geldspielgeräten die Spielgerätesteuer mit einem Steuersatz 13 von Hundert des monatlichen Einspielergebnisses für jedes Gerät festgesetzt. Dieser Satz soll jetzt um zwei Prozentpunkte erhöht werden. Durch diese Änderung rechnet die Stadt mit Mehreinnahmen von 46 000 Euro jährlich.

In Stadthagen stehen aktuell 61 Geldspielgeräte mit Gewinnmöglichkeiten in Spielhallen und 27 in Gaststätten. Die Einnahmen aus der Vergnügungssteuer betrugen im vergangenen Jahr 345 000 Euro.

Die Ratssitzung am Montag, 23. April, beginnt um 18 Uhr im Rathaus. col